Kidsstory Hader

Anfangsschnipsel: Mia und das Pferd im Flur

Mia entstand aus einer Schreibanregung vom VHS Kurs und inzwischen mag ich meine kleine sehr, vor allem aber, auch weil meine Tochter ein riesen Fan von ihr geworden ist.

„Mia“, rief ihre Mama durch das Haus.

„Ja“, kam genauso laut von ihrer kleine Tochter.

Wütend lief die Mama auf sie zu. „Ich habe dir hundertmal schon gesagt, das du ihn nicht nehmen sollst.“

„Ich weiß nicht, von was du sprichst“, meinte die Kleine und versuchte, unschuldig zu wirken.

„Sag mir einfach, wohin du ihn gelegt hast.“

Mia neigte ihren Kopf zur Seite und sah ihre Mama an. „Ich weiß es wirklich nicht.“ Doch sie wusste genau, von was sie sprach. Der Zauberstab, den sie im hintersten Eck in einer der Schubladen in der Zauberküche im Keller versteckt hatte.

Ihre Mama stemmte ihre Hände in die Hüfte und sagte verärgert: „Ich muss zum magischen Rat, also rück ihn raus.“ Mia klimperte mit ihren Augen.

„Schatz nimm doch den Ersatz, den du im Schrank oben hast“, hörte Mia ihren Papa, der dazu kam und hinter ihrer Mama stand.

Diese schloss die Augen und schnaubte: „Misch dich nicht ein!“

Mia lächelte ihren Papa an, er ging auf seiner Frau zu. „Schatz, was soll Mia mit dem Stab, sie kann nicht zaubern. Das Gen blieb ihr verwehrt. Das hast du selber gesagt.“

Ihre Mama hob ihre Hände und verließ den Flur, der Papa beugte sich zu seiner Tochter. „Schau, dass er wenn wir wieder da sind, da liegt, wo er sonst auch ist.“

Seufzend nickte Mia, sie wusste, dass sie ihn nicht belügen konnte, auch wenn er ohne Magie geboren war, hatte er einen siebten Sinn, was lügen betraf. Sie hatte nur keine Ahnung, ob es nur bei ihr funktionierte oder ob er immer die Wahrheit erkannte.

Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn und verließ sie.

Traurig ging sie, nach dem ihre Eltern weg waren in die Zauberküche, die sich im Keller befand.

Hier fühlte sich Mia wohl und ihr kleines Herz schlug schneller, Ihre Finger strichen begehrlich über den großen Zauberbottich, in dem ihre Mama immer Tränke herstellte. Sehnsüchtig stellte sie sich auf den kleinen Schemel und nahm den Löffel in die Hand und rührte herum, sie tat, als wenn sie jetzt hier einen geheimen Trank zubereitet. Seufzend kehrte sie dem Bottich den Rücken zu und ging zu dem Küchenschrank, in dem allmöglichen Zauberutensilien auf bewahrt wurden. Zog die Schublade auf und griff ganz weit hinter. Nach ein paar Sekunden ertastete sie das gewünschte Objekt, den Zauberstab ihrer Mama.

 

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