Romantasy Hader

Mittelschnipsel: In einer anderen Welt …

Eine Szene, aus einem Beitrag, den ich für eine Anthologie eingereicht hatte. Leider hat es nicht gewonnen. Mir gefällt die Geschichte trotzdem 🙂

„Okay, das wird immer skurriler und ich rast gleich aus.“

Ich hob die Hand zu der Katze. „Alles gut, ich will dir nichts tun.“

Irgendwie lachhaft, da steht eine große Katze, mit spitzen scharfen Zähnen und Klauen vor mir und ich hebe eine Hand hin.

Ich könnte ja gleich sagen: „Friss mich!“

Sie stellte ihre Haare auf und fing an zu fauchen. Ich ging einen Schritt zurück, als ein Pfeil auf mich zuflog und mich nur knapp verfehlte. Ich drehte mich erschrocken um. Vor mir stand ein Baumwesen. Ein kleiner dicker Baum mit Augen und Mund, die Wurzeln waren seine Füße. Ich ließ ein Spitzenschrei von mir und lief von ihm weg, wieder ein Pfeil, der angeflogen kam. Ich wusste nicht, ob er für mich bestimmt war oder für das Wesen von dem ich grade versuchte zu fliehen. Dann ein weiterer Pfeil, dieses Mal definitiv für mich bestimmt. Ich stolperte immer wieder, aber irgendwie schaffte ich es, Abstand zu bekommen von dem der Schoß und mir. Ich vernahm ein Schreien, eines Namens. Rannte weiter, mir ging immer mehr die Puste aus.

„Ich bin absolut am Arsch“, keuchte ich.

Ich stolperte wieder, ich nahm ein Geruch von Weihrauch wahr, drehte mich um bei einem Schmerzenslaut. Ein Mann lag auf den Boden, hob seine Augen, die Katze versuchte, einen Satyr von dem Mann fernzuhalten. Ein Satyr, ein echter Satyr, oben Mensch unten Ziegenbock und Hörner stand da.

„Verdammt“, stieß ich aus.

Ich konnte ihn nicht seinem Tod überlassen, ich musste handeln.

Rannte zurück, hob den Mann hoch und zog ihn weg, irgendetwas sagte er, ich verstand nur Bahnhof. So lang das Adrenalin in meinen Adern pumpte, wollte ich Abstand zwischen den Satyr und uns bringen. Ich pfiff, um die Katze zu uns zu rufen. Mich verließ langsam die Kraft, er wurde immer schwerer, da vernahm ich einen Wasserfall, auf dem ich zu lief.

Davor drehte ich mich um, nichts war mehr zu sehen von dem Satyr und auch kein Weihrauch war mehr zu vernehmen. Keuchend ließ ich den Mann los, riss von meinem Shirt ein Stück ab, tunkte es in das Wasser und legte es auf seine Augen. Die Katze schmiegte sich neben ihn, er redete mit ihr. Dann erkannte ich ihn wieder, er war der Elf, den ich beim Flackern immer wieder sah. Ich fing an, hysterisch zu kichern. Ich war in meinem Spiel gefangen, in meinem Lieblingsgebiet, als Mensch, ich war so was von Tod.

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