Grusel Hader

Angangsschnipsel: Das Vermächnis der Draculas

Für eine Anthologie. Thema sagt die Überschrift schon 😀

Ich stehe hier auf einer Anhöhe und sehe mir mein Damaliges zu Hause an. Es ist eine halbe Ruine geworden, nur weil meine Brüder sich nicht einig wurden, jeder wollte das Erbe unseres Erschaffers erhalten. Statt einzusehen, dass keiner das Vermächtnis Draculas würdig ist, fingen sie sich an zu bekriegen. Mein ältester Bruder Stanislav hat zwar einiges an Macht, aber ihm fehlte, das Wissen und die Leute, die hinter ihm stehen, das wiederum hat der etwas jüngere Warian.

Ja mein Vater ist Dracula, ich bin die einzige weibliche Nachfahrin, des großen Lord Draculs, erster Vampir, um den sich Hunderte von Legenden ranken. Okay zugeben, er ist nicht eirklich unser Vater, er hat mich verwandelt. Aber das spielt ja keine Rolle, für mich und meinen vier Brüdern ist er es, war, ich vergesse immer, dass er nicht mehr lebt.

Ich will diesen Gedanken abschütteln, aber er ist präsent und real. Nie in meinen dreitausend Jahren, hätte ich damit gerechnet, dass ER stirbt. Ich mein wer ist so dumm und versucht einen Angriff auf den großen Vampirboss, der große Zampano. Doch es war so, nicht nur das der es versucht hat, nein er hatte es geschafft.

Mir läuft immer noch eine Gänsehaut über den Rücken, er war im Schloss, es hätte jeden treffen können.

Als Charlotte meine Dienerin, mir sagte, dass er verstorben war, lachte ich als erstes und zog die Decke über den Kopf. Aber sie ließ mir keine Ruhe und zerrte an mir.

„Charlotte, er ist unsterblich“, gab ich von mir, als ich mir meinen Morgenmantel nahm, um dann ihr in den Thronsaal zu folgen.

„Miss Viktoria, das ganze Schloss spricht schon darüber, dass wüsten sie, wenn sie nicht immer tags schlafen würden.“

Ich rollte mit den Augen, eigentlich brauchen wir Vampire keinen Schlaf, aber wir können es. Uns macht auch die Sonne nichts, also wir sterben nicht, es ist nur, das sie uns mehr auslaugt und unsere Kräfte bei Nacht stärker sind.

Um so näher wir kamen, umso lauter wurde das Gemurmel, die Anwohner machten mir Platz und dann sah ich es die verkohlte Leiche eines Vampires. Ich trat näher.

„Wer zum Teufel hat sie geweckt“, brüllte Stanislav.

Ich hob den Kopf und musterte meinen Bruder. „Ist er es wirklich?“

„Du solltest das nicht sehen!“

„Beantworte meine Frage, Bruder!“

Er sagte nichts, aber sein gequälter Blick verriet alles.

„Du solltest es nicht sehen“, meinte jetzt auch Oskar, der jüngste meiner Brüder.

„Hört auf mich, wie eine Einjährige zu behandeln“, fauchte ich sie an.

Stanislav schnaubte, Warian grummelte etwas, Namir war wieder von allen, der einfach nichts machte und Oskar versuchte, sich das Lachen zu verkneifen. Ich war das Nesthäkchen, mein Vater behandelte mich wie ein rohes Ei. Er ließ mich nicht lernen meine Mahct zu gebrauchen, oder gar zu Kämpfen. Ich kannte auch nur das Schloss und die Erinnerungen vor meiner Verwandlung. Auch war ich das einzige Kind, was Diener hatte. Selbst Wachen hatte ich. Frisch verwandelte Vampire, bis sie ein Jahr wurden, dann bekam ich neue. Das liegt daran, das sie bis dahin stärker sind als normal. Abgesehen von uns fünf Geschwister und natürlich mein Vater.

Zu meinen Brüdern sagte er immer: „Mach es selber, du hast Beine.“ Doch sobald es aber um mich ging, wurde er sanft und überbehütend, irgendwie neurotisch. Oskar behauptet, das sei so, weil ich seiner richtigen Tochter ähnlich sehe, aber ich kenne die Bilder und ich finde, dass ich absolut nichts von ihr habe.

„Habt ihr eine Ahnung, wer es gewesen sein kann?“, fragte ich in die Runde. Sie schüttelten den Kopf. Viele blieben ja nicht übrig. Wir fünf, ein neuer oder mein Vater selber. Mich schauderte es.

„Aber Stanislav wollte schon gerne den Thron besteigen“, meinte Warian und damit fing der Streit an. Oskar ging dazwischen und selbst Namir, mischte sich ein.

Doch mir schoss auf einmal ein Gedanke in den Kopf. „Vater ist nicht mehr, ich bin frei.“ Glücksgefühle machten sich in mir breit. Langsam schlich ich mich von den Streitenden und fing dann an zu rennen, sprang ab und flog. Das hat mir Oskar beigebracht und ich liebe es. Eigentlich hat er oder Namir alles gezeigt, was ich weiß, Stanislav und Warian waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt und die Befehle unseres Vaters strickt einzuhalten.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: