Ka Hader

Schnipsel: Faschingsfeier

Wieder eine kleine Schreibanregungsarbeit 🙂

Fasching stand vor der Tür und meine beiden besten Freunde und ich überlegten uns, was wir anziehen werden. Weil wir uns absolut nicht einig waren, gingen wir in einen Kostümverleih. Leider hatten sie auch nur noch zwei Kostüme übrig. Während mein Freund begeistert, dass Seinige entgegennahm und in der Umkleide verschwand. Rümpfte meine Freundin die Nase.

„Das soll ich anziehen?“, fragte sie angeekelt.

„Musst du, es ist nicht meine Größe.“

Sie rollte mit den Augen und nahm das grüne Kostüm mit der blonden Lockenperrücke. Ich verkniff mir das Grinsen. Mein Freund kam freudestrahlend aus der Kabine. Er hatte einen Helm und enges Dress mit einem Umhang an.

„Und wer bin ich?“

„Eric Lehnsherr“, gab ich von mir. Sein grinsen wurde breiter.

„Das ist falsch.“

„Ne bestimmt nicht.“

„Doch ich bin Magneto.“

Ich klatschte mir an die Stirn. „Manchmal bist du so hohl echt mal.“

„Dann Fragen wir halt die Verkäuferin“, meinte er beleidigt.

Dies sah uns genervt an und ließ eine Kaugummiblase platzen. „Ihr habt beide recht.“

„Wie kann man bitte zwei Namen haben“, wollte er entrüstet wissen.

„Weil er, bevor er Magneto wurde, Eric Lehnsherr hieß“, gebe ich von mir.

„Scheiß Streberin“, murrte er nun und verschwand wieder, um sich umzuziehen.

Angeekelt kam jetzt meine Freundin aus der Kabine. „Ich hasse sie. Ich mein es ist eine blöde Hexe.“ Ich stimmte ihr zu. Sie betrachtete ihr Spiegelbild.

„Du hast Ähnlichkeit mit der Rita Kimkorn aus dem Film“, ärgerte ich meine missmutige Freundin, die mich jetzt böse durch dem Spiegel anfunkelte. Ich drehte mich zu der Kassiererin.

Sie lehnte sich zu mir vor. „Willst du sie ärgern?“ Ich nickte. „Nimm die schwarze Perücke und sag du bist Jessica Jones.“ Ich grinste und tat, was sie mir empfahl.

„Was machst du?“, fragte das Rita-Double.

„Ich bin Jessica Jones.“

„Wer ist das schon wieder?“

„Auch eine Marvelheldin“, rief unser Freund aus der Kabine.

„Toll, jetzt ist jeder cool, nur ich nicht“, maulte sie und verschwand wieder in der Umkliede um sich umzuziehen. Wir nahmen die zwei Kostüme und die Perücke.

An der Faschingsfeier zog ich mir noch eine Lederjacke an und normale Jeans zu der Kunsthaar. Wir trafen uns bei der Party und ich habe noch nie so viel „Avada Kedavra“ gehört, wie an diesen Abend. Ich glaube auch das jedes Mal, wenn meine Freundin dies hörte, sie sich innerlich, es uns an den Hals wünschte.

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