Lovestory Hader

Schnipsel: Sternenregen

Vor ein paar Wochen ging es in Twitter etwas melancholisch zu und es ging um das Thema „Suizid“. Davon abgesehen, das ein Star sich das Leben erst nehmen musste, um darauf aufmerksam zu machen, das Depressionen und Trauer einen zu düstere Gedanken verleitet, finde ich das Thema sehr wichtig, weil die meisten einfach weg sehen. Klar hat jeder seine Probleme, das versteh ich voll und ganz, aber wir sind nicht alleine und es kann jeden Treffen. Ich will nicht noch mal an einem Grab stehen und wissen, das ich hätte helfen können, wenn ich hingesehen hätte. (Auch wenn ich damals erst 12 war.)

Ich hob mein Kopf und sah den Fremden das erste Mal an. Seine hellblauen Augen wirkten Traurig, beinahe verloren, sein dunkelbraunes Haar war nach hinten gegellt, eine breite Narbe zeichnete sich von seinem Kinn, bis hin zu seinem Haar Ansatz. Sie war noch nicht lange verheilt, die Haut schimmerte immer noch heller.

Seit zwei Monaten bin ich draußen und ja ich bin mir der Gefahr bewusst, aber sie hatte es sich doch gewünscht.“

Ich habe nichts gesagt“, meinte ich leise.

Aber mich so angesehen.“

Mir ging eher die Frage durch den Kopf, was passiert ist.“

Ach wirklich, nicht der arme Mann.“

Ich würde dich nicht als arm bezeichnen. Klar ist dir etwas Schreckliches passiert, aber du hast den Mut weiter zu leben.“

Er atmete tief durch. „Wir waren auf dem Weg zu unserer Hochzeit. Wir wollten in den Kanaren uns das Versprechen geben. Erst viel das eine Triebwerk aus, dann das andere. Der Copilot, war alleine in der Kabine und war eingeschlafen.“ Ich schluckte meine Tränen hinunter, seine Stimme war so voller trauer, das ich einen vollkommenen Fremden in den Arm nehmen wollte und Trösten. „Ich wachte im Krankenhaus auf, dort erzählte man mir, das ich der einzige Überlebende bin.“

Es tut mir leid“, flüsterte ich jetzt.

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