Lovestory Hader

Schnipsel: Valentinsreise

Ja ich habe euch schon mal einen Schnipsel davon gepostet, aber da ich jetzt des Öfteren darauf angesprochen wurde, wollte ich euch einen weiteren Teil zum Lesen geben.

„Harmony, Sie werden gebraucht, bei einem Fotoshooting im Rosengarten“, schnauzte mich die Sekretärin an. „Jetzt und nicht erst in zwei Stunden.“ Sie verschwand schon wieder aus dem Türrahmen.

„Aber ich habe gleich Mittagspause“, rief ich ihr hinterher.

Sie drehte sich zu mir. „Befehl von Chef, danach haben Sie für heute aus.“

Ich rollte mit den Augen, machte mich aber auf dem Weg.

Der Rosengarten ist normal, an dem heutigen Tag, voll bis oben hin, aber heute war er leer.

„Hier ist heute kein Zutritt!“, knurrte ein Mann mich am Eingang an.

„Ich komme von der Agentur Pritsch.“

Er öffnete die Schranke und ich ging rein. „Hier warten“, sagte er zu mir. Dann drückte er auf sein Headset. „Sie ist da.“

Fragend sah ich den Mann an, der keinen Mundwinkel verzog. Ich vernahm das Klappern von Hufe auf Kies. Eine Kutsche bog um die Ecke. Davor war eine Tigerschecke eingespannt. Ich starrte dumm darauf.

„Steigen Sie ein“, befahl der Kutscher lächelnd.

Verwirrt hörte ich darauf, nahm die zwei Stufen und setzte mich auf die Bank. Dort lag eine rote Rose. „Ich fühle mich so einsam alleine, finde den Rest von mir“, war darauf geschrieben. Der Kutscher schnalzte mit der Zunge und die Droschke fuhr an. Leise liefen Liebeslieder im Hintergrund.

Es wurde gestoppt. Ich sah mich um und entdeckte lauter Rosenblätter. „Soll ich ihnen folgen?“, fragte ich laut.

„Das müssen Sie schon selbst wissen Fräulein.“

Ich lachte und stieg aus. Mein Weg führte mich unter grüne Bögen. Dann sah ich auf einer Wiese, eine Decke mit einem riesigen Strauß von Rosen und einem Picknickkorb. Mein Blick wanderte durch die Gegend, während ich langsam auf die Decke zu lief.

„Maik?“, rief ich aus, aber keine Antwort.

Auf der Decke waren die Worte: „Ich liebe Dich!“ geschrieben. Mir kamen die Tränen, dann spürte ich seine Arme. Ich japste, weil ich mich erschrocken hatte, aber es war sein Duft, der mein Herz höherschlagen lies. Schnell wandte ich mich ihm und küsste ihn innig. „Ich liebe dich auch.“

Er setzte sich und zog mich auf seinen Schoß. „Erst mal Liebes, muss ich dich zurechtweisen. Ich will keine andere, also was sollte der Mist?“

„Wir haben, so wenig telefoniert“, gab ich verlegen von mir.

„Weil ich zu tun hatte, denkst du wirklich das und was noch kommt, lässt sich so einfach organisieren?“

„Weiß nicht.“ Er küsste mich dieses Mal und mir wurde ganz anders. „Wie lange bleibst du?“

„Kommt drauf an.“

„Auf?“

„Ob mein Liebes, Platz für mich hat.“

„Du willst bei mir einziehen?“

„Oder du bei mir, wie du willst.“ Ich blinzelte mir die Tränen weg. „Ich liebe dich Harmony. Nenn mich egoistisch, aber ich will dich bei mir haben. Ich habe es in Berlin nicht mehr ausgehalten, ich brauche dich.“ Er griff in den Korb und holte etwas raus. „Mach es auf.“

Ich nahm das Paket und öffnete es. Ein Kissen kam mit dem Ohne-dich-Schaf raus. Wenn er so weiter macht, heule ich wie ein Schlosshund.

„Was da drauf steht, stimmt, ohne dich bin ich nichts, ein Schatten meiner Selbst, ohne dich ist alles doof.“

„Was ist mit deiner Arbeit?“, brachte ich leise raus.

„Vater und ich sind uns einig, eine weitere Filiale zu errichten, und zwar hier in München.“ Na toll er hatte es geschafft, ich fing an zu flennen. „Heißt das, du freust dich?“ Ich nickte wild und küsste ihn innig.

 

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