Romantasy Hader

Mittelschnippsel: Freundschaft

Jeden Tag, der näher zum Vollmond rückte, wurde ich nervöser. Wir hatten noch mehrere Debatten, wie wir das jetzt machen werde. Einigen konnten wir uns nicht. Was manchmal recht amüsant war, zu sehen, wie unterschiedlich die Normalen von uns dachten und engstirnig er darauf pochte. Doch ich im Bilde, dass ich mich eh durchsetzte, hier zumindest, wusste ich, wie etwas am besten Funktionierte.

„Grace Kleine Schwester, die Mutter Königin verlangt, dich zu sprechen“, vernahm ich eine Schwester.

Ich nickte ihr zu, aber innerlich war ich am Zittern, hatte sie etwas bemerkt, hatten sie ihn gerichtet. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, als ich den gleichen Ton an der Tür machte.

„Ja?“

„Mutter Königin, ich wolltet mich sprechen“, gab ich leise von mir und verbeugte mich.

„Grace mein Kind, deine große Schwester Leondra meinte, du hättest Interesse dich als Erkunderin zu versuchen.“

Ich schluckte, ich blickte umher, aber ich war mit der Mutter Königin alleine.

„Mutter, ich würde einfach mehr erfahren. Doch ich weiß, dass dies für mich, als Wächterin nicht möglich ist.“

Die Tür ging hinter mir auf und etwas wurde auf den Boden geworfen. Ich wusste sofort, dass es Rasmus war. Da er nur in der Quelle baden konnte, hatte er einen starken Eigengeruch bekommen. Ich schloss meine Augen, ich durfte keine Schwäche zeigen. Ein klicken verriet mir, das wir keinen Ausweg hatten.

„Tochter, kannst du mir verraten, warum er so riecht, du ihn versteckt und ihn verschont hast?“

„Mutter, …“ Ich atmete tief durch. „Er ist ein Mensch, egal wie wir sie sehen, sie leiden darunter und ich liebe es ihm zu lauschen. Da er für mich ist, sah ich es nicht ein, es ihm zu nehmen. Dazu kommt, dass er mehr für ich ist, wie ein Spielzeug. Er und ich sind Freunde geworden!“ Sie setzte sich. Ich konnte nicht länger in mich halten und musste mich zu ihm beugen. Traurig sah er mir in die Augen, wir wussten beide, dass es aus für uns war. Beruhigendes konnte ich nicht sagen.

Er wischte über meine Wange. „Ich weiß“, flüsterte er mir zu.

„Nun, ich sage nicht, dass es mich erfreut, eine Tochter zu verlieren, aber du musst deinen Weg gehen.“

Ich drehte mich zu ihr. „Ich versteh nicht ganz Mutter Königin.“

„Du und dein Freund.“ Wie sie es aussprach, war mir klar, dass sie es lächerlich fand, aber mir war es egal, was sie davon hielt. „Ihr dürft uns verlassen, erkunde es für uns, zeige mir, das sie sind, wie du denkst, dann komme wieder und wir werden weiter sehen.“

Ich keuchte, hatte ich das grade richtig verstanden? Ungläubig sah auch Rasmus zu mir, er konnte es ebenfalls nicht glauben. „Wir dürfen gehen?“

Sie nickte mir zu. „Aber bitte säubere ihn und gib ihm etwas mehr zum Essen, das ist ja erbärmlich, er soll mit dir trainieren, schließlich muss er auch Gefahren trotzen können.“

Rasmus schnaubte. „Danke Mutter Königin“, sagte ich schnell, bevor seine wütenden Gedanken, seinen Mund verlassen konnten. Ich half ihm noch und wir verbeugten uns. Als wir aus dem Raum gingen, umarmten wir uns erleichtert.

Ich hatte das Gefühl, das er das alles nachholte, was er in den letzten Wochen nicht machen konnte, oder nicht richtig. In den warmen Quellen blieb er eine gefühlte Ewigkeit, auch war mir nicht klar, wie viel ein Mensch essen kann.

„Ich dachte, als diese eine Amazone erschien, das mein letztes Stündchen geschlagen hat.“

„Ja, das dachte ich auch kurzzeitig.“

„Du währst für mich gestorben?“

„Ja, ich habe mein Glück herausgefordert, aber dich zu verlieren …“ Mir war gar nicht so klar, wie sehr, er mir schon ins Herz gewachsen war, wie sehr ich seine Gegenwart mochte.

„Wir zwei gegen den Rest der Welt.“

Ich nickte lächelnd.

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