Grusel Hader

Anfangsschnipsel: Die Nacht

Die Nacht ist ein kleines Horror experiment gewesen, der Anfang ist hier für euch.

Ich bin kein schreckhafter Mensch, klar schrecke ich auf, wenn in einem Horrorfilm, etwas plötzlich auftaucht, aber ich kann gut Realität und Fiktion auseinanderhalten. Darum muss ich immer schmunzeln, wenn ich mit Freunden, einen Filmabend mache, sie wie Hasen zusammengekauert in einem Eck sitzen, das Licht an bleiben muss und sie jedes Mal Aufschreien, wenn einer etwas sagt.


Na ja das war aber alles, bevor ich den Schreck meines Lebens bekommen hatte. Ich saß zu Hause, zog mir einen Film rein und war leicht am Einschlafen, als es klirrte. Ich tapste durch mein kleines Haus. Entdeckte einen Scherbenhaufen auf der Arbeitsfläche und dem Boden. Ich schaltete mein Küchenlicht an und sah die Bescherung, ein Küchenfenster war zersprungen. Seufzend nahm ich mir Kehrblech und Handfeger und beseitigte die Glasreste.


Es ist ja nicht so, dass es jeden Tag passierte, aber ab und zu war das schon geschehen. Meist waren es Hirsche, die mit ihrem Geweih daran kamen. Das blieb anscheinend nicht aus, wenn man nahe am Waldrand lebte. Die ersten paar Mal hörte ich auf meine Freunde und ließ die Polizei kommen, aber die sagten mir immer das gleiche, keine Fingerabdrücke, nur etwas Fell.


Es war also meine Schuld, wenn ich die Fensterläden nicht schloss und so etwas passierte. So meinte es zumindest die Versicherung, die sich nach dem dritten Mal querstellte. Also was sollte ich sonst tun, als es zu säubern und am nächsten Tag eben den Glaser anzurufen. Der schon immer lachte und die passende Größe sichergestellt hatte. Nach dem sah ich meinen Film weiter und ging ins Bett.

Am nächsten morgen, entdeckte ich, dass das Küchenfenster komplett geöffnet war und Fußspuren über die Fließen verliefen, die aber genau da aufhörten, als der Teppich, des Wohnzimmers begann, und ein kleiner Schrank stand, auf dem meine Rosen aus dem Garten waren.


Ich starrte die Spuren an und tat das Einzige, was mir sinnig vorkam, ich rief doch mal wieder die Polizei an. Doch als diese mein Haus betraten, waren weder Spuren noch ein kaputtes Glas zu sehen. Auch waren keine Scherben mehr im Eimer. Ich durfte mir anhören, etwas wegen Missbrauch der Notrufeinrichtung.


Ich würde mir ja selber nicht glauben, wenn ich nicht ein rationaler Mensch wäre und es mit eigenen Augen gesehen hätte. Nach dem, sie weil es das erste Mal war, ein Auge zugedrückt hatten, war ich alleine in meinem Haus. Meine Freunde gaben mir den Tipp weniger zu trinken und keine Horrorfilme mehr zu schauen. Ich winkte ab, inzwischen hatte ich fest geglaubt, dass ich es geträumt hatte, wenn es da nicht ein Indiz gebe, was das vollkommene Gegenteil mir bewies.


Die Schaufel und der dazugehörige Besen, lagen neben und nicht im Eimer, was bei mir eben nicht normal war. Ich liebte es, wenn alles seinen Platz hatte.

Weitere Mystery und Horrer-Schnipsel findet ihr auf meiner Seite, wo sich die Nacht auch noch mal befinden wird.

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