Schnipsel: Das Lebkuchenhaus

Weil einige nicht Facebook haben und andere wiederum nicht im AutorenNetzwerk sind, habe ich mir gedacht, ich lasse euch auch mal die Zeilen des Lebkuchenhauses lesen.
Ach ja nicht wundern wegen des Salats, war die Aufgabe 😉

Das Lebkuchenhaus

Mama stellt mir einen Kopfsalat hin.
„Der ist gesund“, sagt sie mir, als sie meine grimmige Miene sieht.
„Das weiß ich“, gebe ich genervt von mir.
Sie legt mir etwas von dem Gemüse auf den Teller. „Schau nicht so, nachher backen wir den Lebkuchen für dein Nikolaushaus.“
Hoffnung, bringt mir ein Anflug an Glücksgefühlen.„Dann kommt Papa wieder nach Hause?“, frage ich.
Sie nickt.
Freudig leere ich den Teller und schiebe ihn beiseite. „Dann los.“
Lachend holen wir die Zutaten.
Mein Papa musste an Weihnachten weg, nicht mal mein Ferienende durfte er Abwarten. Er versprach mir dann ein Lebkuchenhaus mit mir zu gestalten, wenn er wieder kommt. Mama und ich waren traurig und die Stille machte sich breit. Papa sorgte immer dafür, dass wir lachten, aber er war ja nicht da. Die Monate vergingen und ich habe den Glauben verloren, dass er wiederkommt.

Mama und ich erzeugten ein heilloses Durcheinander mit den Zutaten. Mir klebte Mehl im Gesicht und sie hatte den Honig an den Händen, vom Tisch will ich erst gar nicht reden. Den Teig schüttelten wir auf das Blech.
Gerade als wir es in den Ofen schieben, höre ich hinter uns ein Lachen. „Papa ist zu Hause“, flüstert meine Mama.
„Endlich“, rufe ich aus und laufe zu ihm.
Mit Freudentränen in den Augen heißen wir ihn Willkommen.

Habt ihr schon mal ein Gebäck mit jemanden verbunden?
Ich ja, und zwar Makronen, sie hat meine Oma gemacht und ich kenne keinen, der das bis jetzt so gut hinbekommen hat, wie sie.

Also schreibt mir.

Wie immer weiter Schnipsel sind unter Textschnipsel zu finden.

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