Grusel Hader

Schnipsel: Das Blut der Maske

Heute habe ich den Anfang für euch von „Das Blut der Maske“. Letztes Jahr ließ ich euch den Schluss lesen. Ich hoffe es gefällt euch.

Bei Nacht und Nebel sah ich diese Gestalt das erste Mal neben einen Baum auf unserem Grundstück. In einem schwarzen Mantel gehüllt, eine weiße venezianische Maske, mit blutroten filigranen Schnörkel und rot glühende Augen stachen hervor. Aber sie blickten nicht zu mir, starr war es auf das Fenster unter mir gerichtet. Doch dort unten gab es nicht, es war unser Keller. Der vollkommen leer war.
Mein Vater hatte sich nämlich in den Kopf gesetzt, ihn zu renovieren und daraus eine Waschküche und eine handwerkliche Ecke zu machen. Meine Mutter hatte oft geschimpft, weil überall irgendetwas lag, wo es nichts zu suchen hatte. Wie Holzspäne von seiner Schnitzerei in der Schublade vom Besteck.
Licht spiegelte sich im Glas und nahm mir die Sicht nach draußen. „Warum schläfst du noch nicht?“, fragte mich meine große Schwester.
Langsam wandte ich mich vom Fenster weg. „Kommst du jetzt erst heim?“
Sie nickte gähnend. „Und du?“
Ich drehte mich wieder zum Fenster. „Ich kann irgendwie nicht schlafen.“
„Versuch es wenigstens“, gab sie wieder gähnend von sich.
„Ja, gute Nacht.“ Die Tür ging zu und es war wieder dunkel in meinem Zimmer. Doch das Wesen war Verschwinden.

Schreibt mir wie es euch gefallen hat.
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