Wunschbaum Hader

Wunschbaum 3

„Nichts zu danken.“
„Finde ich schon.“ Der nächste Halt ist auf einen Privatparkplatz.
„Was machen wir hier?“
„Mittagessen, ich habe es dir versprochen.“
„Schon, aber das …“
Er steigt aus, ohne das ich zu Ende gesprochen habe und öffnet dann meine Tür. „Ich habe nicht gesagt, das wir in ein Restaurant gehen.“
„Also wohnst du hier?“
„Mehr oder weniger.“
„Das heißt?“
„Da bist du ja Jonas“, höre ich eine Frau.
Mein Magen verkrampft sich, noch mehr, als er dann antwortet: „Mama, kennst du mich anders.“
„Stimmt“, lacht sie und streckt mir die Hand hin. „Sie sind dann Sabrina.“
Ich nicke.
„Sie war fantastisch wirklich, einfach unglaublich“, berichtete er ihr.
„Das ist gut, nun kommt, der Braten wird kalt.“
Weil ich mich nicht bewege, schiebt er mich regelrecht weiter zum Haus. „Stell dich nicht so an“, flüstert er mir zu. Sein Duft ist wie ein Kokon um uns. Verdammt, warum macht er mich nur so schwach.
„Es sind deine Eltern!“, zische ich.
„Deine Vermieter, den du geholfen hast.“ Er dreht mich zu sich, ich blicke in seine blauen Augen. „Was stellst du dich so an?“
„Ich …“ Ich wende meinen Blick ab, er hält mich auf. „Ich bin nicht kompatibel mit anderen Menschen.“
„Das ist doch Blödsinn, zwischen uns klappt das doch auch ganz gut.“
„Schon.“ Ich kann ja schlecht sagen, weil du mein Höschen feucht machst, also unter anderem. „Aber sie …“
„Sind meine Eltern, nichts Besonderes und du kennst sie ja schon, meinen Vater zumindest.“
Ich seufze. „Okay.“

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