Viktoria Hader

Viktoria 5

Nachdem ich mich auch noch schnell geduscht habe, was länger dauert als normal, fahren Jes und ich noch schnell bei der Konditorei vorbei. Dieses Mal fahre ich und sie stopft sich zwei Prinzregententortenstücke in den Mund. Auf dem Unigelände wird, aus, geh dem Kerl aus dem Weg, absolut nichts. Schon als ich den Motor, den Saft abdrehe, steht er am Auto neben uns angelehnt. »Wir sollten reden«, kommt auch sofort von ihm, als ich aussteige.

»Nicht das ich wüsste.« Jes beißt sich auf den Lippen. Sie will mir damit sagen, reden schadet nichts hier in aller Öffentlichkeit, kann er auch nichts machen. Mein Blick wandert über Nickolas. Seine halblangen blonden Haare hat er wie immer nach hinten gegelt, sein Tattoo ist am Kragenrand zu erkennen, auch körperlich wirkt er immer noch, wie ein stinknormaler Mensch. Doch ich spüre, dass er sich verändert hat. »Mal angenommen, ich würde dir zuhören, was solltest du mir den so dringen sagen müssen?« Ein Augenblick, nicht mal eine Sekunde, strahlen hinter ihm braune Flügel. Es sagt mir, dass er ein Mischling ist. Meine und Liams sind fast schwarz. Die eines reinen Engels strahlend weiß, von Braun habe ich noch nie etwas gehört. »Willst du nichts sagen?« Wenn er denkt, ich werde ihm jetzt mich offenbaren, hat er sich geschnitten.
Er lacht aber auf. »Das Moor es riecht nach verfaulten Leichen.« Sein Grinsen wird breiter, meine Reaktion, kann ich dieses Mal nicht verschleiern.
»Butter bei den Fischen«, sagt Jes, »Was bist du?«
Sein Blick gleitet zu ihr. »Das schärfste, was du je bekommen wirst.«
Sie schnaubt und zeigt ihm den Mittelfinger.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.

Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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