Wunschbaum Hader

Wunschbaum 4

Er lächelt. „Tief durch Atmen, ich bin ja da.“ Und das macht mir noch mehr Angst. Er schiebt mich weiter ins Haus. Seine Hand brennend an meinem Rücken. In meiner Vorstellung ist da kein Shirt mehr dazwischen.
„Sabrina, wie geht es Ihnen?“, fragt sein Vater und mein Vermieter.
„Danke Gut und Ihnen, besser habe ich gehört.“
„Ja erstaunlich, der Arzt meinte gestern, so ein dreiviertel Jahr und heute kann ich schon auf Krücken gehen.“ Er nimmt Platz. Sein Sohn weist mir einen Stuhl an. Oh Gott auch noch Gentleman. „Und wie lief es?“
„Paps sie ist der Wahnsinn wirklich, Fakten hat sie ihnen um die Ohren gehauen, der pure Irrsinn. Die sind so klein geworden und wir bekommen es nach datiert, das heißt, auch die Schäden jetzt sind bezahlt. Ich schwöre, du hättest sie sehen müssen. Diese Fuzzis wussten gar nicht, wie ihnen geschieht.“
„Gut, das freut mich.“ Kann mir mal verraten, warum hier jeder grinst wie ein Regenbogeneinhorn auf LSD?
„Mögen Sie keinen Braten Sabrina?“
„Äh doch danke, ich bin nur gerade etwas verwirrt.“
„Sie ist schüchtern, nicht so ihr Element“, meint Jonas.
„So so“, gibt sein Vater schmunzelnd von sich. „Und dein Vorschlag?“
Jonas zuckt mit den Schultern, ich runzel meine Stirn. „Das mit dem Job“, erklärt er mir.
„Was hast du noch alles erzählt?“, zisch ich leise.
„Paps bekommt regelmäßig seine Miete, der Rest ist dem doch egal, ist ja nicht so das ich von deinen schwarzen Spitzen-BHs erzählt habe.“
Ich reise meine Augen auf. „Spinnst du?“
Er lacht. „Alles gut, wirklich.“

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