Grusel Hader

Das Geheimnis

#Inmeinemstil
#inmeinemstil_Geheimnis
von @vomschreibenleben.de

Ich schlage die Augen auf. Die Decke ist grau und dunkel Rissen ziehen sich durch das Fundament. Der Geruch von als und modriger Luft schwebt wie eine unsichtbare Wolke über mir. Mein Blick geht nach rechts. Der Boden ist von Staub schon komplett weiß. Ich richte mich langsam auf. Das Fenster, was ich nun entdecke, ist mit Brettern vernagelt. Die Schlitze lassen nur gering Licht von draußen herein, gerade Mal so viel, das ich alles erkennen kann. Es ist recht warm. Langsam erhebe ich mich. »Wie komme ich hier her?«, frage ich mich selber. Nur meine Abdrücke sind in der weißen Schicht zu sehen. Keine Fußspuren, die zu mir führt. Ich wende mich der Decke zu, aber auch da ist kein Loch, das ich vielleicht gefallen bin. Genervt wuschel ich mir durch die schwarzen Locken und streiche über meine Haut. Plötzlich ist ein Kratzen hinter mir zu hören und ich drehe mich erschrocken um. Ein grünes Auge starrt mir entgegen. »Hallo?« Keine Reaktion. Ist das denn echt? Ich traue mich nicht, weiter darauf zuzugehen. »Hast du mich hier hergebracht?« Immer noch keine Reaktion. Es kommt mir vor wie mein eigener Horrorfilm? Ich reibe mir mein Genick und überlege mir, doch einen Schritt zur Wand zu machen, allein schon um ein Blinzeln oder sonstiges Zucken zu sehen. Tief atme ich durch und springe nach vorne. Aber das Auge bleibt, wie es ist. So nah kommt mir die Pupille bekannt vor und schrecke zurück. »Das kann nicht sein!«, keuche ich und stolpere über meine eigenen Füße. Eilig versuche ich, von der Wand wegzukommen. Meine Jeans schleift über den Boden und die Gewissheit, dass ich mich in dem Haus meiner Großeltern wiederfinde, ist nun gewiss. Ist jetzt die Zeit der Beichte gekommen? Oder ist dies nur ein Alptraum?

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