Viktoria Hader

Viktoria 6

Kopf schüttelnd drehe ich mich ab, greife nach Jess Arm und will gehen.
»Okay«, zischt er zwischen den Zähnen hindurch.
»Was Okay?«
»Muss das hier sein?«, knurrt er.
In dem Moment erkenne ich, was er ist, ein Mischling! Nur dass er das Gen des Werwolfs in sich hat. Über das Zweite will ich mir gerade nicht den Kopf zerbrechen. »Bleib mir vom Leib«, gebe ich von mir. Mein Herz schlägt im Rhythmus eines Metallsongs und noch schneller.
»Ich tu dir nichts.«
»Klar, du …« Ich schlucke.
Jes stellt sich vor mich. »Ich habe, Wolfswurz bei mir, als nimm Abstand«, faucht sie ihn an. Anscheinend hat sie meine Angst verstanden.
»Viel Spaß.« Sein Blick geht wieder zu mir. »Es macht mir gerade genauso viel Angst, wie ihr Aspirin.«
»Bleib weg von mir.« Ohne auf Jes zu achten, renne ich in die Uni. Je mehr Menschen um mich, umso weniger hat er die Chance mir etwas anzutun.
»Vik«, höre ich meine beste Freundin. Noch nie habe ich so an ganzen Leib gezittert wie jetzt. Dabei ist mir nicht mal kalt, im Gegenteil, meine Haut ist warm. Ein weiteres Zeichen, das mein Vater recht hat. »Hey, alles ist gut.«
»Er …« Nein ich kann es nicht mal aussprechen. Was seine Art mit meiner gemacht hat, wie lang wir kämpfen mussten um, sie aus den Stätten zu vertreiben, dass wir leben können.
Jes setzt sich neben mich. »Ich weiß Vik, aber so wie sich die Zeit bei euch verändert hat, kann es auch bei ihm sein.« Sie beugt sich zu mir. »Und ihm geht es anscheinend wie dir.«

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