Wunschbaum Hader

Wunschbaum 5

Ich vergrabe mein Gesicht in meinen Händen und schüttel es dabei. „Ich will sterben.“
„Wenn es Sie beruhig, spitze ist nichts für mich, ich mag eher die aus Baumwolle und ohne Bügel“, mischt sich seine Mutter ein.
„Nein“, murmel ich und will mir ein Loch buddeln.
„Ich trage Slips, bunte.“
„Ernsthaft?“, frage ich Jonas.
„Ja, kann auch meine Hose herunterlassen, damit du es dir ansehen kannst, aber dafür sollten wir dann entweder ein Stock höher oder zu dir.“ Sein Vater bricht in schallendes Gelächter aus. „Es ist nur Unterwäsche, ich hab dich ja nicht nackt gesehen, beruhig dich.“
„Und nehmen Sie an?“, mischt sich seine Mutter ein.
„Ähm, ja klinkt verlockend“, quicke ich immer noch halb.
„Freut mich.“
Jonas legt seinen Arm um mich. „Wird schon werden.“ Mein Blick geht zu ihm. Der Typ macht mich kirre. Er legt mir etwas auf den Teller. „Und jetzt iss, Mam hat nicht umsonst gekocht.“ Ich schlucke. Ich verstehe ihn nicht, echt nicht, es ist mir einfach zu hoch.

Am späten Nachmittag bringt er mich nach Hause, zu meist lauschte ich Jonas und seinem Vater mit der geplanten Sanierung oder half seiner Mutter beim Abspülen, sie summt dabei, irgendwie süß. Mit den Worten „Bis bald“ entlassen sie uns.
„Jonas?“
„Ja?“
„Du hast mir vorhin nicht gesagt, woher du weißt, dass dein Chef das genauso sieht.“
„Mein Chef?“
„Na, dass ich fett bin.“
„Aso, hör auf dich zu beleidigen.“
„Realistin und bitte eine Antwort.“

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