QuinssReise Hader

Quinns Reise 11

Am Frühstückstisch sitze ich ganz allein, der Saal ist wie ausgestorben, aber das ist auch kein Wunder, da wir gerade mal sechs Uhr haben. Bis jetzt habe ich mit Jendrik geredet und jetzt will ich eigentlich etwas in meinen Magen bringen, danach ins Bett verschwinden, oder auf die Liege auf der Terrasse, egal Hauptsache Schlafen. Ich streiche mein Brot mit Sonnenblumenhonig, wusste ich gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Als wenn die Biene sich denken würde, jetzt nehme ich nur diese Blumen.
Ich schüttel meinen Kopf und hebe ihn dann, weil jemand den Stuhl neben mir nach hinten schiebt. Verwundert blicke ich Levi an, oder ist das Kian. Schweiß läuft ihm aus den Poren. »Wasser«, gibt er von sich.
»Bin ich dein Butler?«
Er verdreht die Pupillen und greift nach meinem Tee, den er sich die Kehle herunterschüttet. »Danke.« Eindeutig doch Levi.
Wieder mal schüttel ich verständnislos meinen Kopf und beiße in mein Brot.
Er holt tief Luft. »Mam will dass wir was unternehmen.«
Habe ich das gerade richtig verstanden? Ich verschlucke mich und fange an zu husten. »Was?«, bringe ich dann endlich zustande.
»Heute Mittag«, redet er weiter, ohne auf mich einzugehen, weiter, »findet in der Küche ein Experiment statt, da habe ich uns eingeschrieben.«
»Bist du bescheuert?«
»Jendrik meinte mal, du magst so chemisches Zeug.«
»Das heißt aber nicht, dass ich das mit dir machen werde.«
»Mikroskop, Lupen, Chemikalien, Magnete …«, zählt er auf.
»Ich gebe dir Tinte und dann schreibst du dir auf, das ich nichts mit dir allein unternehmen werde. Waffenstillstand heißt nicht, dass wir jetzt einen auf best Friend machen.«

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier

Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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