Wunschbaum Hader

Wunschbaum 7

„Darf man deswegen sich nicht verliebt haben?“
„Doch schon, aber gestern deine Eltern heute deine Freunde?“
„Und?“ Er stellt seine Tasse wieder ab, setzt sich und zieht mich auf seinen Schoß. „Was ist dein Problem?“
„Kompatibilität“, sage ich wieder.
„Du wurdest enttäuscht, ich verstehe, dass du dich da zurückgezogen hast, aber nicht jeder denkt so, ja viele, aber ich bin bei dir, vertraust du mir nicht?“
„Doch.“
„Dann sieh es als Chance, Freunde zu finden.“
„Aber …“
„Nein, nichts aber.“
„Kann ich da eigentlich gewinnen.“
„Tja ich habe etwas gefunden, wo selbst dir die Argumente ausgehen.“
Ich lege meine Stirn auf seine. „Okay, du hast gewonnen.“ Er küsst mich. Ich habe keine Ahnung warum, aber er ist genau das, was ich eigentlich immer gesucht habe. Dazu kommt das Gefühl, das er einfach das alles verkörpert, was ich mir gewünscht habe jemand der mich einfach so akzeptiert, wie ich bin. Einen Job, den ich liebe und akzeptiert werde und neue Freunde. Wenn nur einer dabei ist, der so ist wie er, habe ich da keine Bedenken.
Mein Blick geht zur Fensterbank, weil ich ein Geräusch höre. „Was?“, bringe ich heraus. Stirnrunzelnd sieht er mich an. „Siehst du das nicht, der Baum ist weg?“
„Welcher Baum“, hinterfragt er.
Grüner Glitzer hängt in der Luft und ein Lachen ist zu hören. „Ein Bild“, sage ich langsam.
Die Worte des elfen-kostümierten Muskelmannes hallen mir in den Ohren. „Das Glück ist dir nun hold.“
Ich sehe zu Jonas, der immer noch seine Stirn gerunzelt hat. „Du bist mein Glück“, sage ich leise und küsse ihn.

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