Maila Hader

Maila 9

In dieser Nacht habe ich noch schlechter geschlafen als sonst, ständig habe ich den Drachen vor mir gesehen, wie er meinen Vater gefressen hat, und dann wurde er zu Uras, Andrew oder Loreley.
»Aufwachen«, höre ich eine Stimme. Vermutlich ist es auch die, die mich wachrüttelt.
Erst ist alles verschwommen, je mehr sich mein Blick klärt, umso mehr erkenne ich Kai.
»Was ist los?«
»Wir sollten los.«
»Warum?« Panisch sehe ich umher.
»Die Finsternis wird uns nicht mehr lange schützen.« Ich verstehe kein Wort, aber ich spüre, dass es wichtig ist. Uras sitzt schon auf seinem Pferd und hält mir die Zügel des Schimmels von Andrew hin.
»Die Kinder ziehen schon mit der Kutsche Ostwerts.«
»Ich kann mich nicht verabschieden?«, seufze ich. Er schüttelt den Kopf. Irgendetwas geht in ihn vor, das Merke ich. Dafür kenne ich Uras schon zu lang. Aber ich weiß auch, dass er mir jetzt keine Auskunft erteilt, selbst wenn ich es ihm befehle. Da sein oberster Befehl ist es, mich zu beschützen, auch wenn es manchmal vor mir selbst ist. Seufzend schwinge ich mich auf das Pferd. Ich weiß jetzt schon, dass mir der Hintern am Abend sehr wehtun wird.
»Hoheit«, sagt Kai neben mir. »Das sind Sven, Thoma, Luca und Alisa, wir werden euch begleiten.« Die vier Jungs sind kaum zu unterscheiden. Nur an den Haaren und circa alter kann ich es gerade ausmachen. Das Mädchen hingegen, scheint mir nicht von hier zu sein. Ihre Haut ist so hell wie meine, weiße lange Haare und blaue Augen.
Ich nicke ihnen zu. Sie verbeugen sich.
»Ich werde nicht auf euch warten«, brummt Uras und treibt unsere Pferde an. Sicherlich zu zweit ohne Kutsche sind wir sehr viel schneller unterwegs, aber auch unbequemer.

Hier geht weiter mit Maila.

Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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