Maila Hader

Maila 11

Zähneknirschend willige ich ein. Es ist ja nicht so, dass ich das Wasser nicht mag, als Meerjungfrau vermutlich unmöglich, aber es ist eben auch nichts gegen ein schön kuscheliges Bett der Menschen. Ich vermute die Zeit mit Andrew und das Durchwandern dieser Ebene, hat zu starke spuren bei mir hinterlassen.
Alisa bringt mir ein Stück des Vogels. Es ist das erste Mal, dass ich es esse und auch das letzte Mal. Es schmeckt mir nicht. Vielleicht hat sie ein Gewürz darauf getan, was es für mich ungenießbar macht, oder da bin ich wieder zu sehr Meerjungfrau, dass ich Fisch bevorzuge. Uras isst nichts und verzieht seine Mundwinkel spöttisch nach oben. »Lach nicht«, brumme ich.
»Du hörst dich immer mehr an wie eine Seekuh.«
»Na danke.« Seufzend blicke ich nach oben, die Sterne sollen einem den Weg zeigen und die Zukunft vorhersagen, heißt es in der Mythologie der Menschen, ich frage mich ja, ob das stimmt. »Wo sind die anderen?«
Uras zuckt mit den Schultern, aber mir ist klar, das er es sehr wohl weiß oder zumindest ahnt, wo sie sich befinden. »Maila?«
»Was den?«
»Ich frage mich die ganze Zeit über, was du in dem Guppy siehst.«
»Andrew ist loyal und hat sein Herz auf den rechten Fleck.«
»Darum willst du ihn zu einem von uns machen?«
»Dass …«
»Nicht ausgesprochen, aber ich kenne dich.« Er blickt zu mir. »Es verletzt mich, dass du lieber mich hättest gehen lassen, als ihn.«
»Ich muss ihn beschützen«, sage ich leise und schlucke die Gräte hinunter.

Hier geht weiter mit Maila.

Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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