Viktoria Hader

Viktoria 13

»Ist das wahr?«, fragt mich Jes leise.
»Zu der Zeit ja.« Ich beuge mich zu ihr. »Sie haben sich eine Stadt gesucht, die so gut wie eine Geisterstadt war, Neue verwandel und sich dann eben geduckt gehalten.«
»Ihr seid aber in der Unterzahl?« Ich nicke. »Vik, er weiß mehr als das er zugeben will, du solltest mit ihm reden.«
Stirnrunzelnd zeige ich nach vorne. »Da schau ich noch lieber Filme an.«
»Ich meine Niko.«
»Niko? Seit wann gibst du Subjekte Spitznamen?«
»Seit sein Name Scheiße ist und ich echt denke, das wir oder besser gesagt du … Du weißt schon.«
Ich zeige ihr den Vogel und blicke zum Projektor. Ich muss mir den Mund zu halten, beinahe hätte ich »Papa« gekeucht. Auch Jes krallt sich in meinem Arm. Das auf dem Bild ist eindeutig mein Vater. Das Tattoo und die Narbe sind eindeutig die, er trägt.
»Vik sind das nicht …«
Ich kann mich kaum von ihm wegreisen, von dem Abbild meines Erzeugers, aber dann sehe ich, was sie gerade nachfragen wollte. Nicht nur mein Vater ist auf diesem Bild verewigt, auch meine Mutter. Komischerweise, aber nicht in ihrer Engelsgestalt, sondern als Mensch. Doch ich erkannte den Schimmer ihrer strahlend weißen Flügel. Jetzt muss ich ganz dringend mit ihnen telefonieren.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.

Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: