Thes Geschichte Hader

Thes 5

Wir sitzen in der Straßenbahn. „Hey, du wirst blass, was ist mit dir los?“
„Nichts“, sage ich. Ich lehne meinen Kopf an die kühle Fensterscheibe. Immer stärker verkrampft es sich in meinen Innereien. Als wir aussteigen, habe ich schon das Bedürfnis zu weinen. Ich fühle mich, als wenn jemand meine Energie aus den Muskeln gesogen hat.
„Du solltest zum Arzt.“
„Was nein, alles gut“, sage ich zumindest, doch immer mehr keuche ich und halte meinen Unterleib. Schritt für Schritt komme ich meinem Star näher und auch den Schmerzen. Inzwischen läuft mir der Schweiß über mein Gesicht und kann mich nur noch dank Lisa halten. Endlich sind wir gleich dran. Ich presse meinen Kiefer aufeinander, die Zähne tun mir deswegen schon weh. Die Nächsten sind wir. Ich bringe kein Hallo oder so über meine Lippen, zu sehr übermannt mich mein Schmerz. Nicht mal mehr meine Freundin kann mich halten. Mein Körper küsst den kalten Boden und meine Augen ruhen sich aus.

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