WGC Traun Hader

WGC21 Woche 13

Unglück

Maddy:

Ich halte es hier keine Sekunde mehr aus, ich muss da einfach hinaus. Diese Anschuldigungen und Beleidigungen treffen mich schlimmer, als wenn ich dafür etwas könnte. Ich bin nicht sie und trotzdem muss ich mir das gerade gefallen lassen. Wem soll ich mich anvertrauen? Jeder würde mich für verrückt halten. Mich wundert es eh schon, dass Andrew da so ruhig bleibt und so lieb zu mir ist.
»Maddy«, ruft er mir hinterher.
Aber ich kann und will gerade nicht zurück, das tut mir zu sehr weh.
»Stopp!«, schreit er.
»Lass mich«, wimmere ich, da höre ich schon ein Quietschen und Scheinwerfer, die mich anstrahlen.
»Madlen!«
Das Einzige, was ich gerade noch wahrnehme, ist, der Schmerz in meinem Bein und wie mein Kopf in Schnee fällt.

Verschwommen nehme ich weiße Fliesen wahr. Auf jeder ist ein Bild mit einem Meeresobjekte. Ich fühle Wasser und rieche Kokosnuss. Mit einem Schlag wird mir klar, wo ich bin. Wieder zu Hause, aber alles ist so, wie es damals gewesen ist, oder war Madison auch in der Wanne. Ich schüttel meinen Kopf. Andrew hat gesagt, dass sie es gehasst hat. Ich versuche aufzustehen, aber mir wird es schwindelig und ich knicke ein. Etwas, was ich nicht sehen kann, drückt auf meinen Brustkorb. Mir wird schwarz vor Augen und ich höre meinen Namen von Andrew Wimmern.

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