Viktoria Hader

Viktoria 16

»Kennst du die wahre Geschichte der Geschöpfe der Nacht und den Engeln?«, fragt er mich.
Ich nicke, zumindest die Randpunkte sind mir ein Begriff.
»Ich nicht«, mischt sich Jes ein.
»Wir sollten das nicht hier besprechen, bevor Dummkopf von Professor noch auf die Idee kommt, dass er doch recht hat.«
Mein Blick geht zu meiner besten Freundin, die nickt mir zu. Seufzend stimme ich dann stumm zu. »Ich habe meinen Vater auf Kurzwahl«, betone ich.
Er lacht. »Darauf freu ich mich«, sagt er sarkastisch und geht los.
»Na komm schon«, befiehlt Jes und zieht mich mit sich.
Ich kann nur hoffen, dass unser Ausflug nicht in eine Katastrophe endet.

Mir ist gar nicht klar gewesen, dass es in der Nähe unseres Campus so dreckige Kaschemmen stehen, doch als ich die kleine Kneipe betrete, will ich am liebsten weit davor flüchten. Der Geruch von Urin ist so stark, dass selbst Jes Würgegeräusche macht. Es ist dunkel und nur das wenige Licht, was hereinscheint, lässt nur Schemen von Gegenständen erkennen. »Wo sind wir?«, will ich wissen.
Das Licht geht an und ich wünsche mir, dass es wieder ausgeht. Angelehnte Dobermänner stehen vor uns und fletschen ihre Zähne. FALLE, schrillt in meinem Kopf.
»Aus«, knurrt Nikolas. Ein Wunder, das sie gehorchen.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.

Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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