Stella 6

Dankbarkeit

»Stella«, flüstert Kain.
Ich blicke zu ihm.
»Ich kann nicht weiter, ohne sie zu berühren.«
»Und zurückkönnen wir auch nicht.«
»Wie … ach scheiße«, flucht er, nachdem er seinen Kopf dreht. »Und jetzt?«
Wir sind eingekesselt. »Augen zu und weiter?«
»Lass mich aber nicht los!«
»Niemals.« Zur Bestätigung drückte ich seine Hand. »Bei drei!« Er nickt und ich schließe meine Lider. »Drei!« Ich ziehe ihn durch die Geister. Wie eine warme Nebelwand streift es über unsere Haut. Als ich meine Augen öffne, stolper ich und wir rutschen einen Abhang hinunter. Durch Schlamm schlittern wir in Wasser. Als ich auftauche, ist es eine ganz andere Welt. Sattes Grün statt schauriges Grau. Türkise nass in dem jetzt neben mir Kian auftaucht.
»Wo ist Buh!«
Er holt Luft. Und schreit nach meinem Hund. Ein leises Bellen.
»Ist da eine Insel?«, fragt er und sieht zu mir. »Wo sind wir jetzt wieder gelandet?«
»Eine aufregende Welt, oder?«
Er verdreht die Augen und schwimmt los. Schwer komme ich hinterher. Ich noch nie eine gute Schwimmerin gewesen, es ist eher unkoordiniertes Hin und Her zappeln, als eine Schwimmbewegung zu vollziehen. Geschafft komme ich auch an das Ufer an. Ich drehe mich auf den Rücken und schreie auf. Über mir prunkt ein großes Gesicht. Ich höre das Klicken der Pistole.
»Nein Kian«, rufe ich aus.
»Das ist diese Riesin!«
»Ich weiß.«
Sie schließt ihre Lider und beugt sich vor. »Danke«, flüstert es in meinem Kopf. Der salzige Geruch von Meer kommt mir in die Nase. Irgendwie will ich zurückweichen, aber auch ihr entgegentreten. Ihre Stirn berührt meinen Kopf.

Nächster Teil von Stella: Hier

Hier startete ihr Abenteuer.

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