Maila Hader

Maila 37

Er reicht mir seine Hand, doch ansehen tut er mich nicht. »Du hättest es mir sagen können.« Wir schlendern zum Fluss.
»Es ist nicht ehrenhaft«, antwortet er fast tonlos.
»O beim Wasserdrachen, du bist ein Idiot, das ist dir schon klar, oder?«
Er sieht mich stirnrunzelnd an.
»Du bist erwachsen und es ist deine Sache. Nur das Einzige, dass sie etwas jung ist.«
»Aber erwachsen«, seufzt er.
»Und du kein Heiliger. Du solltest schon längst eine Familie haben, nur deine Ehre mir gegenüber zwingt dich zur Einsamkeit.« Mit der Schulter Schubse ich ihn. »Es ist ein natürlicher Trieb.«
»Aber du …« Sein Kopf sieht aus, wie in eine Anemone gesteckt, so leuchtend rot.
»Ich bin ich, du bist du.« Seufzend strecke ich meine Füße ins fließende Wasser. »Ich habe nie ein Bedürfnis gespürt. Ich habe mir oft gesagt, wenn ich jemandem gehört habe, es liegt daran, dass ich nicht den habe, der zu mir gehört.«
»Vielleicht ist es das, oder auch nicht.«
Ich setze mich und lasse mich von dem kühlen umspülen.
»Es war Thalia, also Noras Schwester.«
Mein Blick geht zu ihm.
»Sie wurde mir gezeigt.«
»Aber sie war eine Wache, warum … ich verstehe es nicht.«
»Sie hat sich gegen mich entschieden und ist mit dem vorletzten Trupp zum Drachen.«

Hier geht weiter mit Maila.

Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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