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Quinns Reise 42

»Gib sie mir«, sagt Jendrik.
Aber Levi drückt mich an sich. »Lass es raus, es hat sich genug angesammelt«, flüstert er mir zu.
Ich fühle mich wie ein Fisch am Land, als wenn man mir alles genommen hat. Levi hebt mich hoch, als ich aufhöre zu schlagen und nur noch wimmere. »Ich will nicht der Weiche sein«, meint er, als er mit mir auf dem Bett Platz nimmt. »Aber sie haben recht, wenn es um dich geht, werde ich weich.«
Ich hebe mein Kinn und sehe ihn an.
Er schmunzelt. »Lass das nicht zur Gewohnheit werden. Ich lasse mich normal nicht schlagen.«
»Warum tust du das?«
»Dich beschützen wollen?«
»Hier sitzen und einen Blödsinn von dir geben.«
»Du nervst.«
»Pf«, mache ich.
Er lacht auf, schubst mich von seinem Schoß und legt sich neben mich auf seinen Rücken. »Ich habe gewusst, schon nach eurem ersten Treffen, dass ich dich nicht mehr losbekomme.« Er wendet sich zu mir, weil ich scharf Luft einsauge. »Jendrik mag dich, endlich hat er jemanden gefunden, bei dem er nicht stottert, der ihn normal behandelt. Die Konsequenzen sind den anderen egal. Du hast es nie gewollt, aber für die nächsten Monate, gehörst du zu uns.«
Ich mustere das Bild eines Raben hinter ihn, ließ mir das, was er gesagt hat durch den Kopf gehen. »Und dann?«
»Ich habe eine Berghütte, da kannst du erst mal unterkommen. Irgendwann vergisst die Presse dich und dein Leben geht weiter.«
»Was ist mit Jendrik?«, frage ich und wende mich ihm zu.
Ein Schatten liegt auf seinem Gesicht, er atmet tief durch. »Du kannst nur eines haben. Deine Freiheit oder uns.«

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier

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