Viktoria Hader

Viktoria 38

»Aufstehen«, höre ich Jes.
Blinzelnd sehe ich in ihr schönes Gesicht. Wie kann man so schon gestylt sein? Ich fühle mich, als wenn ich von einem Auto überfahren worden wäre. »Warum?«, sage ich und ziehe die Decke über meinen Kopf.
»Zumindest hatte sie heute keinen Alptraum«, meint Jes.
Liam lacht. »Dazu hatte sie vermutlich keine Zeit.«
»Bäh«, macht sie.
Mein Gedicht brennt. Ich verstehe ihn nicht, wie er jetzt wieder so locker sein kann. »Seid leise«, brumme ich.
»Komm schon«, höre Liam, »ich muss auch zur Arbeit.«
Die Decke wird weggezogen und ich blicke in Jes Gesicht. »Unser Lieblingsprof wartet schon auf eine weitere Folge von Studenten gedemütigt.«
»Darauf habe ich keine Lust.« Ich drehe mich zur Seite und greife nach Liams Decke.
»Was habt ihr gemacht?«, kreist Jes. Über die Schulter sehe ich fragend zu ihr. Sie zeigt auf meinem Körper.
Ich blicke auf meine Hüfte. Normal sind seine Bisse bis zum Morgen verheilt, aber diese Gabe scheint auch verloren gegangen zu sein.
»Wie willst du das bitte erklären?«
Ja, daran habe ich bestimmt nicht gedacht. »An meinem Bauch und so werden sie nicht nachsehen.«
»Mit euch beide gehe ich noch durch die Hölle, echt«, meckert Jes beim Verlassen des Schlafzimmers.
»Tust du das nicht schon jeden Tag?«, ruft er ihr hinterher.
»Nicht witzig Liam.«
Er zuckt grinsend mit den Schultern.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.

Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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