Viktoria Hader

Viktoria 39

Kein Wort sagt sie, als ich ins Auto einsteige. Auch nicht, als wir aussteigen und sie davoneilt. »Dicke Luft?«, fragt mich Nikolas hinter mir.
»Ja.« Ich drehe mich zu ihm. »Finger weg von ihr, wenn du es nicht ernst meinst, haben wir uns verstanden?«
»Äh, ich glaube, wir haben gerade andere sorgen, als mein …«
»Nein, ja doch, aber wir arbeiten zusammen wohl oder übel, da will ich nicht, dass sie danach weint, weil du Drecksvieh dein Gebaumel nicht unter Kontrolle hast.«
»Bist du heute auf Krawall aus?«
»Ne, aber ich habe grade Lust zu sagen, was ich denke und nicht das liebe Mädchen zu spielen, das nicht auffallen darf.« Das zu sagen war wie eine Befreiung. Du musst wie ein Engel sein, man darf den Vampir nie sehen, wie oft meine Mam mir diesen Satz gesagt hat, kann ich nicht zählen.
Er lehnt sich an Jes Auto. »Warum hast du es unterdrückt?«
»Wie darf ich das verstehen?«
»Na es ist ein Teil von dir, ich habe nie hinter dem Berg gehalten, was ich bin.«
»Als wenn du da jetzt reinlatschen würdest und zu jedem sagst, ich bin ein Werwolf.«
Er lacht auf. »Das nicht, aber ich verstelle mich nicht.« Sein Blick geht zur Uni. »Ich mag Jes, sie ist wild und ungestüm. Im Grunde passend zu mir, wenn …«
»Angelo?«
»Ja, so offensichtlich?«
»Sie hat es gestern Abend angesprochen, also für sie schon, ich bin wohl von dem Weltuntergang abgelenkt gewesen.«
Lachend stimmt er zu.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.

Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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