Maila 43

Dieser Fluss hat mir gutgetan, aber es ist eben immer noch ein Unterschied zwischen meinem Meer und dem Wasser, was ich hier habe. »Ich bin froh, wenn ich zurückkann.«
»Das kann ich verstehen, wir würden auch lieber wieder zurück, so schnell wie möglich.«
Ich sehe zu dem Schattenelf. Die sonst so eiserne Mimik zeigt dieses Mal Trauer. »Ihr bekommt euer Reich wieder.«
»Das habt ihr versprochen, ich weiß.« Er atmet tief durch. »Aber ich glaube, eure Macht, wird nicht ausreichen, um euer Meer und unsere Ebene zu retten.«
»Du unterschätzt Maila«, höre ich Uras Stimme hinter ihm. Er schüttelt seine Haare. Der Schattenelf brummt etwas, geht in die Hocke und springt nach oben. »Ihr überschätzt sie.«
Uras lacht auf. »Niemals.« Sein Blick ist auf mich gerichtet. »Maila könnte die ganze Ebene überfluten und ihr könnt nichts dagegen machen.«
»Das bezweifle ich«, sage ich. Allein die Erinnerung, bei dem Dorf, was ich überflutet habe, lässt mich schaudern.
»Oh Maila, du hast keine Ahnung.« Er setzt sich neben mich. »Vor ein Tagen kam da so viel regen, dass ihr höher geflüchtet seid?«
Ich runzel die Stirn, auch wenn mir klar ist, dass er die Schattenelfen gemeint hat.
»Ja«, vernehme ich eine Stimme, die ich gerade nicht zuordnen kann.
»Das war sie, erschöpft und nicht richtig bei Kräften.«
»Und ich bin ohnmächtig geworden«, erinnere ich ihn.
»Ja, weil du erschöpft warst, nicht richtig geschlafen hast …«
»Und wo ist da jetzt der Unterschied?«, fragt Alisa von oben.
»Weil ich da bin«, sagt er selbstsicher. »Und ich achte auf sie.« Er schubst mich. »Darum gehst du jetzt schlafen.«
»Ich bin nicht müde.«
»Aber du hast die letzten Nächte nicht gut geschlafen.«
Ich verdrehe die Augen und lege mich hin. Ausruhen ist auch gut.

Hier geht weiter mit Maila.

Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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