Viktoria 43

Mein Vater zieht sein Handy aus seiner Jeans. Meine Mutter richtet sich auf. Immer noch hält er sie fest. Dieser Moment zeigt mir wieder wie sehr meine Eltern sich noch lieben, all die Jahrhunderte und sie sind immer noch umeinander besorgt. Aus Feinden werden Verbündete.
»Das ist es«, rufe ich aus.
»Was?«, will er wissen, als er zu mir sieht.
»Aus Feinden müssen Verbündete werden!«
Meine Eltern blicken sich an. »Verstehst du, was sie meint?«, will meine Mutter wissen.
»Der Professor«, sage ich und lasse meinen Vater nicht antworten.
»Bist du jetzt auch noch dumm geworden?«, knurrt er.
»Nein, ist das nicht komisch, dass ein Professor für Mystik unserer Geschichte hier in der Stadt auftaucht, und das in unserer Uni?«
Sie runzeln die Stirn.
»Warum verlieren wir unsere Dunklenfähigkeiten, jetzt, wo er hier ist? Es ist ja nicht so, dass diese Bedrohung erst seit gestern ist.«
»Das ist Zufall«, bestimmt und sein Ton sagt mir, ich soll lieber ruhig sein.
Aber so eine bin ich eben nicht und recke mein Kinn. »Nein!«
»Du bringst uns alle in Gefahr, nur für ein Hirngespinst!«
»Na vielleicht ist aber auch genau diese Unterstützung, die wir brauchen!«
Mein Vater greift nach meinem Hals, berührt es kurz. »Es ist egal, du hast nicht die Kraft.« Er zeigt mir das Blut auf seiner Haut. »Du hast gerade echt größere Probleme.«
»Mir geht es gut, ich merk es nicht.«
»Ich ruf Liam an, der sollte sowieso herkommen.« Er ist aus dem Wohnzimmer verschwunden.
»Er ändert nicht meine Meinung!«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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