Thes 34

»Hey«, vernehme ich seine Stimme. Leicht fährt er mit den Fingern über meine Stirn.
Blinzelnd frage ich: »Bin ich eingeschlafen?«
»Ja. Das Essen ist da.«
»Danke.«
»Ich habe gleich Feierabend. Brauchst du etwas?«
»Nein.« Dann kommt mir wieder mein Besuch in den Kopf. Sagt er mir das wirklich, weil er mir was Gutes tun will oder weil er mir eine reinwürgen will und sich mit einer von ihnen trifft?
»Hier meine Nummer, sollte dir etwas einfallen.«
»Wie soll ich ohne Handy telefonieren?«
»Sag Maggie Bescheid, sie gibt dir ihres.«
»Maggie?«
Er lacht kurz auf. »Die Oberschwester. Ich bringe dann den Laptop und etwas zu knabbern mit. Du hast ein Wunsch übrig.«
»Studentenfutter«, sage ich.
»Geht in Ordnung.«
»Dann wünsche ich euch viel Spaß«, gebe ich von mir.
»Stinkende Kerle beim Hanteln heben zu sehen, ist kein Spaß.«
Klar, Hanteln heben. »Und das soll ich dir glauben?«
Er verzieht die Mundwinkel. »Wenn du raus bist, nehme ich dich mit, dann siehst du, dass es keinen Spaß macht.« Er beugt sich vor. »Aber ich freue mich auf den Film mit dir nachher.« Er geht aus der Hocke. »Ich beeile mich, vielleicht können wir denn zwei Teile sehen.« Kurz nickt er meiner Zimmernachbarin zu. »Bis später.«
Als er hinter sich die Tür schließt, seufzt sie. »Was?«, will ich wissen.
»Du magst ihn.«
»Nein. Ganz und gar nicht.«
»Ach wirklich, denn für mich kommt es rüber, als wenn du eifersüchtig bist.«
»Einbildung.« Sie lacht. Hat sie vielleicht recht? Zugegeben, er ist mir nicht ganz unsympathisch. Ich mag seinen Duft, doch ich werde definitiv auf sein Getue hereinfallen. Nochmal lasse ich mir nicht mein Leben von ihm versauen.

Was weiter bei Thes passiert lest ihr hier.

Wie alles begann, könnt ihr hier lesen.

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