Quinn 48

»Das ist …«
»Quinn, ich weiß und ist mir egal.« Kian sieht zu mir. »Glaub mir, du hast nichts, was ich nicht schon gesehen habe.«
Ich will ein Zwerg sein, ein Loch in die Erde buddeln und da NIE wieder herauskommen, am besten zu mauern.
»Verschwinde«, schreit Levi ihn jetzt an. Ein Ton, der mir Angst macht und wo ich rennen will. Aber ich kann mich eben nicht bewegen. Genauso finster ist auch sein Gesicht.
Doch Kian scheint das nichts auszumachen, gelangweilt setzt er sich in den Stuhl, wo gestern Monika gesessen hat, und zieht aus der Hosentasche ein Handy. »Er beabsichtigt nicht aufzustehen«, sagt er.
Levi steht auf. Wenn ich nicht gerade dieses ich-will-mich-verstecken-Gefühl hätte, könnte dieser Anblick mir gefallen. Obwohl es obenherum etwas weniger sein könnte.
Er packt seinen Bruder ans Shirt. »Ich habe gesagt, verschwinde!«
»Ich bin keiner deiner Schachfiguren«, zischt Kian zurück.
»Levi?«, sage ich leise, »bitte.«
Er richtet sich auf. »Sei so froh, dass sie gerade da ist.«
Kian steht auf, beide weichen keinen Zentimeter voneinander ab.
»Verdammte Scheiße«, fauche ich, als ich mich gefangen habe. »Kian, beweg deinen Arsch aus dem Zimmer, sofort.« Ich halte die Decke fest, als ich aufstehe. »Wir werden gleich im Saal sein. Aber nicht so.« Immer noch keine Reaktion auf mich. Ich schubse Levi.
Er blickt zu mir.
»Er ist dein Bruder.«
»Aber er geht nicht raus«, blafft er mich an und zeigt auf die Tür.
»Ich soll euch holen!«
»Wo bitte seid ihr erwachsen?«, brumme ich und reibe meine Schläfe.

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: