Viktoria 44

Mein Blick geht zu meiner Mutter. »Es sind zu viele Zufälle.«
»Du weißt nichts über diesen Mann.«
»Zumindest, weiß ich, dass er Verbindungen zu Jäger hat.«
»Und den willst du gleich auch noch zu uns führen?«, fragt sie seufzend.
»Aber vielleicht ist das die Chance, dass dies endlich aufhört, alles!«
Sie setzt sich auf den Sessel mir gegenüber. »Viktoria, mein kleiner Engel, etwas ist in dir, ich kann dich nicht heilen und wenn der etwas damit zu tun hat, ist dein Vater auch in Gefahr und das werde ich nicht zu lassen.«
»Der hat nichts gemacht, im Grunde halte ich ihn für dumm.« Ich reibe meine Schläfen. »Ich sage nicht, dass es ungefährlich ist, aber dass es ein Weg ist.« So schwach habe ich meine Mutter noch nie gesehen und es tut mir weh, aber ich weiß auch, dass ich das alles aus einem Grund durchmache, der viel größer eben gerade ist, als ihr zustand. »Die Jäger als Verbündete zu haben, für eine Übermacht an Werwölfen, ist in meinen Augen ein Ziel, wo man eben auch leiden muss. Ja, vielleicht überlebe ich das alles nicht, trotz Engelsenergie und Urvampieressenz, aber wenn alle anderen unserer Art überleben, ist es das eben wert.«
»Hast du dabei auch an uns gedacht?«
»Mama, denk doch nach, ihr seid seit Jahrhunderten unterwegs und plötzlich bist du genau da schwanger, wo auch die Dunkelengel ein Kind erwartet, die auch seit Ewigkeiten zusammen sind. Das alles ist geplant.«
»Ich werde nicht zu lassen, dass mein einziges Kind stirbt, hast du mich verstanden!«
»Was wollt ihr machen? Ich verblute anscheinend gerade, die Wunden heilen nicht und ich vertrage kein Blut. Mama, ich sterbe, so oder so.«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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