Maila 45

Der Regen bricht innerhalb von Sekunden aus den Wolken. Aus dem Fluss schwappt das Wasser zu mir.
»Oh ja«, vernehme ich Uras. Das Kratzen des Schwertes, wie er es aus der Scheide zieht, schallt durch die prasselnden Tropfen.
Kasimirs Magie prescht an mir vorbei und durchschlägt die Wolke, als wenn es ein Lufthauch wäre.
»Anfänger«, knurre ich. Bündle die Masse zu einer Mauer. Rauch kann man nicht durchschlagen, man muss es einfangen. Ich hebe meine Hand, spreize meine Finger, warte, bis das Wasser meinen Gedankenbefehl Folge leistet und sich wie eine Mauer hinter der dunklen Magiewolke aufbaut. Erst dann balle ich sie und lasse uns einsperren.
»Du hast keine Macht gegen mich«, gibt es von sich.
»Du hast das Wasser erzürnt.« Immer enger zieht sich die Mauer zusammen.
Die Wolke wird zu einer menschlichen Gestalt. Rote Augen, fahles Gesicht und ein düsterer und zerfetzter Mantel, ob es männlich oder weiblich ist, kann ich in diesem Moment gar nicht sagen. Auch die krächzende Stimme, wie es mir »Du wirst sterben« an den Kopf wirft, gibt mir keinen Ausschluss, was es ist.
»Irgendwann ja«, sage ich trocken, »aber gewiss nicht heute.«
Das Wasser zieht an mir vorbei und umschließt das Wesen. Es faucht und zetert in seinem Wasserkokon.
Uras geht an mir vorbei.
Ich blicke zu Kasimir. »Was ist das?«
»Ein Azmotas«, antwortet aber Kai.
Ich sehe zu ihm, hoch zum Ast, wo er sitzt. »Ein bitte was?«

Hier geht weiter mit Maila.

Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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