Viktoria 46

»Konnte es kein richtiger Vampir sein?«, brummte mein Vater.
»Als wenn du anders bist«, sagt meine Mutter.
Gerade als die Tür aufgeht und ich Jes schimpfen höre, springt mein Vater auf und knurrt. Den Grund vernehme ich durch ein Wimmerndes jaulen.
Kurz darauf kommt sie ins Wohnzimmer und hat Nikolas am Ohr gepackt. »So, jetzt machst du sie wieder gesund.«
»Ich war das nicht«, brummt er, als sie sein Ohr loslässt.
»Sind hier den alle durchgedreht?«, fragt mein Vater entrüstet.
»Ist das der Werwolf?«, fragt meine Mutter.
»Ich bin definitiv nicht freiwillig hier, diese Verrückte hat mich hergezogen.«
Jes greift wieder an sein Ohr. »Die Verrückte wird dich gleich treten!«
Er knurrt.
»Mir egal, du machst das wieder rückgängig!«
»Ich war das nicht verdammt noch mal.«
»Fluch nicht«, sagt meine Mutter.
Er zuckt zusammen, sein Blick wandert durch das Zimmer. »Gruselig, deine Mam klingt wie meine.«
»Hör auf, Zeit zu schinden, hilf ihr«, geht Jes ihn an.
»Jessica, warum denkst du, dass er ihr helfen kann?«, fragt meine Mutter sie.
»Na, weil es nicht mehr geblutet hat und er sie berührt hat und es wieder angefangen hat.«
»Liam sagt, sie hat etwas Bitteres im Blut.«
»Bitter?«, hinterfragt Nikolas.
»Ja, warum?«
Er sieht zu mir. »Bringt er mich um, wenn ich probiere?«
»Das werde ich gerne übernehmen«, knurrt mein Vater und ballt seine Hände. »Du fasst sie nicht mehr an.«
»Hast du eine Ahnung?«, frage ich ihn.
»Dunkelengelessenz.«
»Dann bist du doch schuld!«, faucht Jes.
»Nein, das muss gestern passiert sein. Durch meine Berührung kann das nicht kommen.«
»Ach ja?«
»Ja, weil ich sie gestern nicht berührt habe.«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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