Thes 37

Etwas streift über meine Stirn. »Hey«, höre ich von Thomas.
Ich reibe meine Lider. »Wie spät ist es?«
»Kurz vor sieben.«
»Was machst du hier?«
»Ich habe eigentlich Dienst gleich.«
»Ich verstehe grade nur Bahnhof«, gebe ich von mir und strecke mich.
»Na ich gehe dir gleich offiziell auf den Keks.«
»Das habe ich kapiert, aber warum du jetzt schon hier bist, also in dem Zimmer und mich weckst.«
»Das war keine Absicht.« Er streicht mit den Fingern sanft über meine Wange. »Ich wollte nach dir sehen, ohne den Stress und Hektik der Arbeit.«
Meine Zimmernachbarin seufzt. »Du hast sie auch geweckt«, sage ich leise.
»Anscheinend.« Sein Blick geht auf die Uhr. »Ich rede nachher mit dem Arzt, aber jetzt muss ich erst mal los.«
»Okay, viel Spaß.«
Die Tür geht auf. »Frühstück«, kommt von der alten Schwester. »Was machst du hier?«
Thomas blickt zu ihr. »Muss ich dir jetzt Rechenschaft ablegen?« Er wendet sich wieder an mich. »Bis gleich.« Ich nicke nur. Das Tablett knallt auf den Nachtisch. Beide verlassen das Zimmer.
Ich drehe mich zu meiner Zimmernachbarin. »Sorry.«
»Ich war schon wach, also kein Problem.« Sie grinst. »Es knistert aber echt gewaltig bei euch.«
»Für ihn ist es ein Spiel, da wette ich mit dir.«
»Die würdest du verlieren. Aber interessant, dass du es von dir nicht mehr leugnest.«
»Das habe ich nicht gesagt«, gebe ich schnell von mir, doch leider hat sie recht, ich mag ihn inzwischen mehr, als mir überhaupt guttut. Oder ist es einfach nur, weil ich, schlichtweg gesagt, untervögelt bin und er mein Lieblingsduft trägt. Auf meinen inneren Notizzettel notieren, wenn ich nach Hause komme etwas Organisieren. Dann denke ich bestimmt nicht mehr an ihn.
»Sicherlich«, gibt sie lachend von sich.
Ich winke ab und wende mich meinem Essen zu.

Was weiter bei Thes passiert lest ihr hier.

Wie alles begann, könnt ihr hier lesen.

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