Quinn 51

Als Levi mal schläft, schleiche ich aus dem Zimmer. Im Wohnzimmer sitzt Jendrik, der Kopfhörer auf den Ohren hat und etwas liest. Ich lasse mich neben ihm auf das Sofa fallen.
»Siehe da ein Alien«, scherzt er und zieht die Stöpsel aus seinem Ohr.
»Nicht witzig.«
»Na doch, so wie du aussiehst.«
»Eher als wenn ich Feuer gefangen habe.«
Er klappt das Buch zusammen. »Im Grunde stimmt es ja.«
Bei seinem Ton hebe ich eine Augenbraue. »Ich kann doch nichts dafür.«
»Aber ich oder besser gesagt, wir haben recht gehabt, er ist unumstößlich in dich verliebt.«
Seufzend stimme ich zu und lehne mich bei ihm ein. »Und am Ende wird er mich verletzten.«
»Ich fange deinen Aufprall ab«, flüstert er.
»Weißt du, was mich eigentlich am meisten an der Geschichte gerade weh tut?«
»Nein.«
»Das unsere Freundschaft darunter leiden wird.«
»Tut es nicht, besser gesagt wird es nicht.«
Ich zucke mit den Schultern, dass er sich so sicher ist, kann ich nicht verstehen. Allein die Vorstellung, dass ich wegen Levi Jendrik nicht mehr sehen werde, nach der Reise, lässt meine Gedärme sich verkrampfen.
»Wenn es zwischen euch zu Ende geht, dann werde ich dich packen und ein Tipi bauen.«
»Ich bin keine Indianerin.«
Er lacht auf. »Nicht?«
»Ne und das ist viel zu kalt. Du willst, dass ich erfriere.«
Er zieht mich zu sich. »Niemals, natürlich hat das Zelt auch eine Heizung.«
Das Schmunzeln kann ich mir nicht verkneifen. »Ziehst du dann zu mir.«
»Er wird mich skalpieren.«
»Lass mich raten, du liest gerade etwas mit Indianer.«
»Ja«, gibt er lachend von sich. »Ein Mord in einem Reservoir.«

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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