Viktoria 47

»Wenn du dafür verantwortlich bist«, knurrt mein Vater, »ist es mir egal, wer du bist und wer dein Vater ist, hast du mich verstanden.«
»Ich bin nicht dumm«, sagt Nikolas und für mich klingt er eine Spur zu lässig.
Ich strecke ihm die Hand hin. »Viel Spaß beim Sterben.«
»So viel werde ich nicht trinken.« Nikolas wird rot. »Aber könnten wir eine andere Stelle nehmen, kommt so mal semigut, wenn du gerade da Bisse hast.«
»Ja klar, habe ja kein Problem mich hier vor dir auszuziehen.«
»Dein Sarkasmus kannst du dir sparen.«
Mein Vater greift nach meinem Handgelenk und beißt hinein. Meine Mutter reicht ihn ein Glas.
»Aua«, brumme ich.
Sein Gesicht sagt mir, dass es sehr komisch schmecken muss. Schnell greift er nach dem Glas und lässt von den Löchern ins Glas fließen, tropfen ist das definitiv nicht.
»Schnell! Verband.« Meine Mutter läuft los, er reicht mein Blut Nikolas und versucht alles, die Blutung zu stillen. »Du gehst gleich mit deiner Mutter und lässt dich richtig ansehen.«
»Weißt du, was es ist?«, hinterfrage ich.
»Dunkelengelessenz«, antwortet Nikolas. »Normal macht es dir nichts aus, aber dadurch, dass sie dir deine Vampirkräfte genommen wurden, reagiert dein Körper anders.« Er runzelt die Stirn. »Ist Liam nicht ein normaler Engel?«
»Doch«, sage ich.
»Ja, ist er, darum soll ihre Mutter sie gleich untersuchen, ob sie irgendwie eine Einstichstelle hat.«
»Ich wurde nicht gestochen, das hätte ich gemerkt.«
»Vielleicht beim Hinsetzen, nur etwas Unangenehmes. Du reagierst anders, als sonst.«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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