Viktoria 49

»Ich ruf Liam an«, sage ich.
»Nein, Angelo ist da besser dafür, er ist Arzt.«
»Ich auch!«, knurrt mein Vater.
Nikolas klappt der Mund auf. »Echt?«
»Ja.«
Ich winke ab und versuche aufzustehen.
»Vorsichtig«, sagt Jes und stützt mich.
»Sie sollte sitzen bleiben.«
»Du verschwindest jetzt!«
»Seid verdammt noch mal still! Hier geht keiner«, schreit meine Mutter. Sie zeigt auf meinen Vater. »Du bereitest unten alles vor. Ich rufe Liam an.« Sie sieht zu Nikolas. »Hol deine Mutter, eine Chance gibt es noch, ohne ihr Leben zu riskieren.«
»Schatz …«
»Nein, hier geht es nicht um dich, es geht um Viktoria und mir ist es verflucht noch mal egal, welche Gefahr danach lauert, sie soll leben, oder willst du sie, wegen deines Stolzes verlieren?«
Er sieht zu mir und schüttelt den Kopf. Ohne ein weiteres Wort verlässt er das Wohnzimmer und dann das Haus.
»Pass mir auf sie auf.«
»Klar«, sagt Jes und drückt mich wieder in den Sessel.
»Ich hasse es«, brumme ich. Liam hat das eine Zeit lang darauf gehabt und mich wie ein rohes Ei behandelt. Ich habe mich nur angestoßen und aua gesagt, da hat er mich schon zum Arzt bringen wollen. Und das, obwohl ich ein übernatürliches Wesen bin.
»Wir müssen aufpassen«, sagt Nikolas.
»Mir schon klar, ohne uns wird das Leben auf der Erde nicht mehr sein.«
»Oh ja.« Er nickt zur Tür. »Ich bin dann mal telefonieren.«
Jes und ich stimmen nur stumm zu. Sie setzt sich auf die Stuhllehne. »Wenn man dich nicht ständig beobachtet.«
»Aber ich verstehe es nicht. Wie das passieren konnte und wann. Liam hätte es gestern schon geschmeckt, wenn es in mir gewesen ist, als muss es so gesehen passiert sein, nachdem wir uns hingelegt haben.«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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