Viktoria 50

Jes schüttelt sich. »Ich will eigentlich nichts davon wissen, aber ich muss dir zustimmen. Oder, es braucht Zeit, bis es ausbricht und verteilt.«
»Beides ist scheiße.«
»Nein, beides ist egal, erst mal, wir müssen schauen, dass du wieder auf die Beine kommst.«
Ich lehne mich seufzend an und schließe meine Lider. Plötzlich kracht die Haustür auf und splittert gegen die Flurwand. Ich sehe nur, wie Nikolas durch den Flur ins Wohnzimmer fliegt. Jes zuckt erschrocken zusammen.
»Ich habe damit nichts zu tun«, sagt er. Schon ist Liam da und schlägt zu.
»Liam«, schreie ich.
Mitten in der Bewegung hält er inne. »Er war es! Ich wusste, dass man dir nicht trauen kann!«
»Er ist dabei, mir zu helfen. Denk mal nach, wann hat er es tun können?«
Er lässt ihn los. »Wer sonst, ist ein Sukkubus oder hat Verbindung zu einer?«
»Ich bin nicht das einzige Kind eines Dunkelengels!«, knurrt Nikolas.
»DU!«
»Liam, lass ihn in Ruhe.« Ich strecke meine Arme aus. »Komm lieber her.«
»Viktoria«, sagt er im grimmigen Ton, lässt aber von ihm ab und kommt zu mir. »Ich will dich nicht verlieren.«
»Wirst du nicht.« Ich küsse seine Nase. »Aber, so löst du das Problem nicht.«
Er schlingt seine Arme um mich, vergräbt sein Gesicht zwischen meinen Brüsten und fängt an zu weinen.
»Es wird wieder.« Sicher bin ich mir nicht, aber ihn so zu sehen, bricht mir das Herz. Er ist keiner, der offen zeigt, was er fühlt. Mehrere Jahre hat es gebraucht, bis er mir gestanden hat, verliebt zu sein. Es hat damals Anzeichen gegeben, doch dass es doch so ist, habe ich nicht geglaubt.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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