Thes 41

»Das habe ich doch nicht gemein, entschuldige.«
»Theresa, ich mag dich wirklich und ich hoffe, wir können dir Vergangenheit echt beiseiteschieben.«
Ich beiße mir auf die Lippen. Ich weiß nicht, ob ich das kann. Diese Geschichte hat, zu tiefe Narben hinterlassen. Anderseits habe ich ihn eigentlich gern an meiner Seite. Das auch mein zweites Problem ist. Ich will mich nicht verlieben. »Ich kann das nicht vergessen«, gebe ich von mir, als er auf meinen Hof fährt. »Lass mir Zeit und Abstand.«
»Ein paar Stunden hast du das ja gleich«, sagt er. Ich greife nach meiner Tasche, er nimmt sie mir ab. »Nichts da, du sollst dich nicht anstrengen.«
»Das ist ein Rucksack, der …«
»Der gerade genug wiegt, dass die Narben aufgehen können, also sei ruhig.«
»Kann ich da eigentlich gewinnen?«, frage ich laut. Er grinst, anscheinend nicht. Wir gehen in meiner Wohnung.
Ich bemerke, wie er sich alles ansieht, dann blickt er zu mir. »Als ruh dich aus, keine Kisten heben, keine Möbelschleppen oder sonst etwas anstrengen musst.«
»Wann kommst du wieder?«
»Schätze so um sechs.« Wir haben fast drei, das ist zwar nicht genug Zeit, aber besser als gar nichts. Seine Finger streichen über meine Wange. »Soll ich etwas zum Essen mitbringen?«
»Ich habe einen Inder in der Nähe.«
»Ein spezieller wusch?« Bitte küss mich, hätte ich am liebsten gesagt, aber ich schüttel den Kopf. »Okay, dann«, mitten im Satz hört er auf zu reden und sieht sich noch mal um, »ah da.« Verdammt, ich brauch dringend Zuneigung und das nicht von ihm. Er geht zu meiner Kommode und nimmt den Notizblock. »Meine Nummer, wenn du dich entschieden hast.« Er dreht sich zu mir.
»Hast du nicht einen Termin?«, frage ich leise.
»Willst du mich loswerden?«
JA! »Nein, aber du hast so gedrängt, da dachte ich eigentlich, du setzt mich nur ab.«
»Etwas Zeit habe ich noch«, meint er, als er auf die Uhr sieht. »Aber, wenn ich heimfahre, den Laptop hole, dann kann ich gleich nach dem Training zu dir.«
»Klingt nach einem Plan. Wann kommst du dann?« Scheiße, eine halbe Stunde weniger, da bleiben mir nicht mehr so viele Optionen.
»Vermutlich dann schon um halb.« Er atmet tief durch. »Bitte ruh dich aus.«
Ich nicke. Kurz reibt er sein Genick und geht dann zur Tür. Sein Blick geht noch mal zu mir und dann geht er die Treppen hinunter. Ja endlich! Ich schließe die Tür, nimm mein Telefon und laufe zum Fester, das zum Hof führt. Erst als er dann endlich vom Hof fährt, bin ich lockerer und fange an, meine Liste abzutelefonieren.

Was weiter bei Thes passiert lest ihr hier.

Wie alles begann, könnt ihr hier lesen.

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