Quinn 55

Seine Mutter verlässt das Zimmer, als er darum bittet. Geräuschvoll setzt er sich hin und wischt sich über das Gesicht, die Traurigkeit kann er aber nicht verbergen. Ein deutlicheres Zeichen braucht er mir nicht zu geben.
»Ich habe verstanden«, sage ich und wende mich ab.
Doch er greift nach meinem Handgelenk und zieht mich zu sich. »Du hast nichts verstanden.«
»Ich bin euch peinlich, weil ich nichts habe und nicht so …«
»Red keinen Mist daher Quinn.« Er küsst mich. »Ich habe dir vorhin gesagt, ich will dich auf Händen tragen und das habe ich auch so gemeint.« Er streicht über meine Wangen. »Aber leider hat sie recht. Die Presse wird dich attackieren, wenn das hier rauskommt.«
»Bin ich jetzt dein dunkles Geheimnis?«
»Nein. Ich will es offiziell machen, dass Amor mich mit seinem Pfeil getroffen hat und ich will, dass du bei mir bist, bis ich einen Gehstock brauche.«
»Du solltest das mit der Poesie lassen.«
Schmunzelnd spricht er weiter. »Es ist mein Ernst, Quinn. Ich habe mich in dich verliebt, aber die da draußen bist du das, was du nicht sein willst und diesen Ruf, wirst du nicht los.«
»Denkst du das auch?«
»Anfangs ja habe ich das in Betracht gezogen und ja, ich kann sie verstehen. Quinn, du hast nichts und kommst jetzt mit mir zusammen.«
»Oh, stell dich nicht als Engel dar, du bist der Teufel!«
Er lacht. »Danke«, flüstert er und zieht mich an seine Lippen. Heiß und unnachgiebig. Kurz nimmt er Abstand. »Ich habe Angst, Quinn.«

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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