Viktoria 51

»Hey«, sage ich leise.
Er blickt mit geröteten Augen zu mir.
»Bring mich nach unten und sei brav.«
»Ich sollte der Starke sein«, schnieft er.
»Stärke ist auch eine Schwäche zu zeigen.« Ich gebe ihm einen Kuss und halte sein Gesicht fest. »Schau mich an. Ich brauche dich. Du machst mich komplett, du gibst mir einen Halt und stehst zu mir. Hey, du hast dich gegen den Urvampir gestellt, ob wohl du keine Ahnung hast, wozu er nein gesagt hat.«
»Ohne dich bin ich nichts«, kommt fast tonlos aus seinem Mund.
»Doch ein wahnsinnig starker und heißer Vampierengel.«
»Du weißt wie ich das meine.«
»Ja, genauso wie du weißt, dass es für mich auch gilt. Wir beide gehören zusammen. Okay, als werde ich das hier auch überleben.«
Er nickt. Sein Griff wird fester und ich klammere mit meinen Beinen um seine Hüfte. Ein Ruck und er steht mit mir, der Wind weht meine Haare nach hinten. Jes höre ich schreien. Der Weg geht nach draußen um das Haus herum und dann durch die Gartenhütte in den Untergrund. Es ist nicht so tief und abgeschottet, wie das Versteck von Nikolas und Angelo, aber es reicht schon aus, dass ich die Kälte der Erde spüre.
»Da seid ihr ja«, höre ich meinen Vater. »Leg sie dahin.«
»Wenn es nicht klappt, nimmst du mein Blut«, brummt Liam. Vorsichtig setzt er mich auf eine Liege. Hier kommen normal Jungvampire hin, um ihren Blutdurst unter Kontrolle zu haben. Diese Liege ist für Menschen, die ihr Blut spenden, wie Jes, damit sie nicht umkippen.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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