Thes 42

Es hat jemand zugesagt. Yeah. Ich klatsche in die Hände, schiebe den Wohnzimmertisch beiseite und die beiden Polsterliegen, die sonst wie ein L stehen, zu einem Block zusammen. Eines der Gebote, nie in meinem Bett. Warum ich das so angefangen habe, weiß ich schon gar nicht mehr. Ich glaube, es hat an den Gerüchen danach gelegen. Ein Bettlaken darüber fertig für die Nummer. Nun fehl nur noch ich. In meinem Schlafzimmer lasse ich mich auf mein Kingsizebett fallen. »Wie habe ich dich vermisst«, sage ich und nehme meine Decke in den Arm. Das Buch neben meinem Bett räume ich noch schnell in mein Bücherregal und hole vom Schrank daneben meine Kleidung heraus. Dusche, ich komme.
Gerade angezogen klingelt es. »Wow«, gebe ich von mir. Zwanzig Minuten früher als geplant.
Ich öffne die Tür, aber da steht nicht mein Sexdate. »Was machst du schon hier?«, will ich wissen und ich klinge bestimmt so panisch, wie ich mich fühle.
»Der Termin ging schnell«, sagt er und drückt sich an mir vorbei, »auf das Training hatte … Theresa?«
»Ja?«
»Was soll das?« Er zeigt auf das Sofa und legt seinen Rucksack ans Fußende.
»Ähm.« Mist, eine Lüge muss mir schnell einfallen, »so ist es bequemer zum Filmschauen.«
Er runzelt die Stirn. »Du solltest dich ausruhen!«
»Da ist doch nichts Schlimmes dabei.«
Er schüttelt den Kopf. »Lass mich deine Narben sehen.«
»Ich war gerade Duschen.«
»Sehe ich. Los, sonst zwinge ich dich!«
Ich muss telefonieren, hoffentlich geht er gleich dran! »Okay.« Ich lege mich hin und zieh mein Shirt höher und die Leggings etwas tiefer.
Er kniet sich neben mich. Rau aber trotzdem sanft gleiten seine Finger darüber. »Ich ein neues Pflaster darauf machen.« Ich nicke. »Du hast Glück gehabt, sie sind zu geblieben.« Mit einem Ruck zieht er die Alten ab. Holt aus seiner Tasche etwas. Creme und neues Pflaster, tut er bei allen drei Wunden darauf. »Pass bitte besser auf dich auf.«
Einerseits möchte ich ihm zustimmen, aber anderseits mag ich es aufrichtig, wenn er sich um mich kümmert. Aber gerade ist keine Zeit darüber nachzudenken. Jeden Augenblick könnte es klingeln, und wie ich das erklären soll, weiß ich nichts. »Ähm, langsam hätte ich hunger.«
»Oh. Ja, entschuldige, das habe ich vollkommen vergessen. Also der Inder.«
»Soll ich mit?« Bitte sag nein, BITTE ich flehe dich an.
»Ruh dich aus, weißt du schon, was du willst?«
»Etwas mit Curry, überrascht mich einfach.«
»Okay.« Er erhebt sich. »Bleib liegen.« Ich nicke nur. Spannt seine Jeans gerade wirklich über sein Genital? »Bis gleich.«
»Äh ja.« Er ist draußen und ich atme erst mal durch, schnell laufe ich zu meinem Telefon und versuche, gefühlte tausendmal mein Date anzurufen. Die Mailbox. »Verdammt!«

Was weiter bei Thes passiert lest ihr hier.

Wie alles begann, könnt ihr hier lesen.

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