Quinn 56

Dieses Gefühl kann ich verstehen. Ich habe ihn nicht gewollt, aber jetzt will ich auch nicht, dass es aufhört. Ich versinke immer mehr darin, wie ein U-Boot oder eher wie eine Schildkröte. Es hat mir zumindest gezeigt, dass mehr in ihm steckt, als dass ich geahnt habe. Ich weiß nicht, ob ich mich deswegen selber schneide, aber mehr als versuchen und genießen kann ich gerade auch nicht mehr.

Jendrik beachtet mich nicht, als wir vom Schiff gehen. Dafür habe ich Chris Aufmerksamkeit mit seinem hasserfüllten Blick. »Ich schlag ihn gleich«, knurrt Levi leise.
»Beruhig dich«, zischt Monika.
»Gibt es was zu sehen?«, fährt er aber schon Chris an.
»Ist es das, was du wolltest?«, fragt er, aber mich.
Doch statt Levi ist es dann Jendrik, der zuschlägt.
»Jendrik«, keuche ich.
»Du hast kein Recht, sie anzugehen!«
»Sie …«
»Sei leise!«
Monika schüttelt den Kopf.
»Verdammte noch mal«, gebe ich jetzt von mir. »Jendrik, lass ihn dumm reden.« Ich blicke zu Chris. »Nur weil ich nichts mit dir angefangen habe, möchtest du mir jetzt irgendetwas anhängen?«
»Es denkt doch jeder, du bist nur hinter dem Geld her, warum gehst du den sonst mit jemand ins Bett, den du angeblich nicht magst.«
»Ja, ich habe ihn gehasst und er war ein Arsch. Gefühle entwickeln sich. Nur weil du in deinem Stolz getroffen bist, heißt das nicht, dass ich eine geldgeile Schlampe bin.«
»Klar, darum erst der eine und jetzt den Reicheren.«
Levi bewegt sich, ich greife nach seiner Hand. Er ist angespannt, ich weiß, dass er ihn gleich eine runterhaut, wenn er nicht bald still ist.
»Jendrik und ich sind Freunde, wir haben nichts miteinander.«

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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