Viktoria 53

»Wir haben viel gut zu machen«, sagt Nikolas zu seinem Vater.
Dieser verwandelt sich in seine menschliche Gestalt. »Und sie nicht?«
»Das hat keiner gesagt«, beginne ich, laufe langsam und nehme die Hand meines Vaters. »Papa, hast du nicht gesagt, du willst Frieden für mich haben?«
Er verdreht die Augen und versucht meinem Blick auszuweichen.
Ich wende mich an den Werwolf. »Da draußen sind Jäger, reicht es nicht, dass wir vor ihnen flüchten müssen?«
Niklas geht zu seinem Vater. »Hast du nicht gesagt, dass dieser Krieg zwischen ihnen und uns vollkommen unsinnig ist?«
»Komm mir jetzt nicht damit.«
»Vatter, schau sie dir an. Sie stirbt und statt da liegenzubleiben, kämpft sie für Frieden. Wir sollten darauf eingehen.«
»Was brachst du?«, fragt seine Mutter, meine.
»Paluta«, sagt meine.
Ich aber sehe flehend meinen Vater an. »Bitte, du musst nicht jeden Werwolf vertrauen, so wie du auch nicht jedem Vampir trauen musst, aber ich vertraue diesem hier.«
»Du kennst sie nicht!«
»Oh, Nikolas kenne ich relativ gut, ein Angeber, Arsch und recht aggressiv, aber er ist hier nicht, weil es seine Bestimmung ist, sondern weil er sich Sorgen macht um mich, deine Tochter.«
»Ihr müsst nicht die besten Freunde sein«, beginnt Nikolas, »aber einfach dieses Kriegsbeil begraben.« Er stupst mich an. »Das mit dem Arsch, nehm ich dir übel!«
»Ach komm, als wenn du ein Unschuldsengel bist.«
Er grinst mich breit an. »Ich bin eben der coole Badboy.«
»Klar«, lache ich.

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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