Maila 55

»Ich weiß aber etwas ganz anderes.«
»Und das wäre?«, fragt er mich mit einer hochgezogenen Augenbraue.
»Es wird Zeit, dass wir hier aufrüsten.«
Das kurze Aufblitzen in seinen Augen, zeigt mir, dass er diese Idee mehr als gut findet. »Und ich weiß schon genau, wenn wir rufen!« Die Erleichterung ist ihm anzumerken, als er losgeht zum Fluss.
»Alisa.«
»Was?«, zischt sie ungehalten.
»Du kannst dich nicht zwischen uns stellen.«
Sie schnaubt. Ihr Blick geht zu mir. »Er ist nur ein Mann.«
»Ein Meermann«, verbessere ich. »Die Gezeiten haben ihm seine passende Partnerin gezeigt und doch ist er bei mir geblieben. Wir sind verbunden, in einer Art, die du nie verstehen wirst.«
»Interessiert mich nicht.«
»Dich hat es verletzt, das kannst du nicht leugnen.«
Sie macht einen Schritt auf mich zu. »Ich weiß nicht, welches Spiel sie hier treiben, aber ich lasse mich nicht blenden. Sie sind nicht die Erlöserin.«
»Mir ist es egal, was du von mir hältst.« Ich verringer den Abstand. »Aber ich will nicht, dass du dich in etwas verrennst, was du nie schaffen wirst. Uras ist meine Leibwache, wir haben uns füreinander entschieden. Für ihn würde ich sterben.«
»Und doch bleibt ihr eurem Weg treu.«
»Was denkst du, warum ich allein los bin?«
Sie zuckt mit ihren Schultern.
»Wenn ich wüsste, dass es sein tot wäre, würde ich nicht weitergehen. Usar ist stark und wirkt wie ein Fels. Doch auch die Gezeiten können ihn treffen.«
»Wer es glaubt«, meint sie und verschwindet nach einem Sprung in den Baumkronen.

Hier geht weiter mit Maila.

Wollt ihr wissen, wie alles kam, dann könnt ihr es hier lesen.

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