Quinn 59

Dieses Gespräch, was so dringend anscheinend gewesen ist, kommt einer Schlaftablette ähnlich. Die Schüssel mit dem dufteten Reis, schiebe ich beiseite. Aus meiner Tasche ziehe ich mein Handy. »Ich bin draußen, versuch meine Schwester zu erreichen«, sage ich. »Sie sollte es von mir erfahren.«
Levi runzelt die Stirn.
Ich gebe ihm einen Kuss. »Kommt nicht so gut aus der Presse zu erfahren, dass die kleine Schwester einen Freund hat.«
Er nickt.
»Was ist?«, frage ich, als er irgendwie komisch aussieht.
»Komm mit.«
Wir verlassen den Raum und er reicht mir sein Handy, legt seinen Daumen darauf, um es zu entsperren. Er klickt auf ein Symbol was, wie eine Sirene aussieht. »Sie weiß es schon.« Auf dem Bildschirm erscheint meine Schwester, wie sie ihre Hand vor den Augen hält und aussieht, als wenn sie flüchten würde.
»Warum sagst du mir das nicht?«
»Was willst du machen?«
»Keine Ahnung, sie muss beschützt werden. Verdammt, sie hatte schon zwei Herzinfarkte.«
Schnell drücke ich mein Handy an und versuche sie anzurufen, aber es geht nur die Mailbox dran. Immer wieder fluche ich, bis er mich in den Arm nimmt.
»Das wusste ich nicht.«
»Wie den auch?«, flüstere ich und fange an zu weinen. »Ich habe doch nur noch sie.«
Er hebt mein Kinn. »Nein, hast du nicht. Du hast jetzt mich an deiner Seite.«
»Du traust mir doch immer noch nicht«, schniefe ich.
»Doch, mich hat es nur gewundert, dass du jetzt unbedingt sie anrufen wolltest.«
»Ich wollte flüchten«, gestehe ich.
Er lacht und gibt mir einen Kuss.

Der nächste Teil von Quinn gibt es hier.
Wollt ihr es von Anfang lesen, dann startet hier

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