Viktoria 55

Plötzlich ist alles weg und ich schwebe in vollkommener Dunkelheit. Ich möchte etwas ausrufen, aber meine Lippen sind wie zugeklebt, so wie meine Lider. Mein Zeitgefühl ist wie nicht vorhanden, bin ich hier schon Stunden, oder doch erst Sekunde.
Plötzlich knalle ich auf den Boden. An meinen Schulterblättern krallt sich etwas ein. Ich winde mich, doch es drückt sich immer tiefer in meiner Haut.
»Ihr könnt uns nicht aufhalten. Wir sind stärker und dein Vater ist als Erstes dran!«
In der einen Sekunde ist alles weg, ich reiße meine Lider auf und beuge mich keuchend auf.
»Sie ist wach!«
Ich sehe zu Liam. »Sie haben einen Traumwanderer, so haben sie es mir injiziert.« Ich zeige auf meine Wunden am Schulterblatt.
»Ein Traum, was?«, fragt Jes.
»Traumwanderer«, sagt Liam. »Sie sind Schamanen oder Hexen, die in die Träume von anderen wandern können. Es gab welche, die könnten andere sogar mit in diese Welt nehmen.«
Ich sehe durch den Raum. »Wo ist Papa?«
»Sie sind neues Blut besorgen.«
»Sie kommen und sie wollen ihn!«
Er atmet tief durch. »Du bist gerade wichtiger.«
»Nein, du verstehst das nicht, wenn er …«
»Doch Viktoria, das verstehe ich sehr gut. Ohne deinen Vater werden die Vampire sterben, egal ob rein oder verwandelt.« Er zieht mich in seine Arme. »Doch gerade zählst du mehr, ohne dich, kann er nicht kämpfen. Ohne dich wird es keine Zukunft geben.«
»Ich bin nicht wichtig, nicht so wie er.«
»Doch«, sagt mein Vater, er steht mit Blutbeuteln an der Tür. »Du bist die erste Lebende mit den beiden Engelessenzen und Werwolf- sowie Vampir-gen in sich trägt.«

Viktoria treibt hier weiter ihr Unwesen.
Start ihrer Geschichte kannst du hier lesen.

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